"Thomas Mierau im Interview mit Fanny Kniestedt im Auftrag des RBB-Kulturradio, 18. Dezember 2014 (4 Mb)"
Mirakulum im Gespräch (Interview mit www.stralau.de - kurz, 8 Mb) (lang - 26 Mb)


RESONANZ

Pressekommentare und andere Meinungen zur Arbeit des Theater MIRAKULUM
in Ausschnitten und in einer Auswahl

„Das große Krokodil - des Kaspers bester Freund, der Prinzessin ihr liebster Tanzpartner! – Wer hätte das gedacht? Dabei sah am Anfang alles ganz anders aus. Niemand wollte etwas mit dem grünen, furchterregenden Krokodil zu tun haben. Das Krokodil als Symbol für Fremdes, das Angst macht. Und was man nicht kennt, wird ausgegrenzt. Puppenspieler Thomas Mierau zeigt in seinem neuen Stück „Mamba Schnapp – das kunterbunte Krokodil“, wie viele verschiedene Wahrheiten es gibt. Auf spielerische und phantasievolle Weise entdecken die Kinder mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede mit anders aussehenden Wesen. Sie erleben Vielfalt als Bereicherung. Im Zeitalter der Globalisierung und Migration lernen sie hier im frühen Alter mit Freude die wertvolle interkulturelle Kompetenz, dass ein Miteinander viel spannender und interessanter sein kann als ein Gegeneinander. Dass es sich lohnt, den anderen in allen seinen Facetten wahrzunehmen. Denn auf einmal ist das Krokodil ja nicht nur grün, sondern kunterbunt! Ja, man kann sogar mit ihm tanzen, richtig Geburtstag feiern und großen Spaß haben! Kinder wie Erwachsene! ... Ein wunderbares Stück! Und vor allen Dingen - so unglaublich Empfänger-orientiert! Eine Wohltat!“ – Suzanne Forsström zur Premiere „Mamba Schnapp – das kunterbunte Krokodil“ am 13.10.2013


„Ich war erstmalig mit meiner 6-jährigen Enkelin in diesem netten kleinen Puppen-Theater und angenehm überrascht. Das Thema Klimawandel wurde so kindgerecht und verständlich rübergebracht und die Geschichte vom kleinen Eisbär hat alle Kinder in ihren Bann gezogen. Auch meine Enkelin hat mit Begeisterung dem Kaspar dabei geholfen. Gerne wieder mal.“ Geschrieben von LAppel zur Aufführung „Kasper rette den kleinen Eisbär!“ auf TwoTickets am 13.7. 2013, 5 Sterne vergeben von 5

„Ein Berliner Urgestein der das ganze noch mit Passion betreibt. Die Kinder hatten richtig Spaß und ich liebe die Aufführungen für Erwachsene noch mehr. Alles handgemacht und mit viel LIEBE.“ (geschrieben von mumlule am 19.11.12 auf dem Internetportal TwoTickets zur Aufführung “Schneewittchen oder Spieglein an der Wand“, 5 Sterne von 5 vergeben)

„Eine für Kinder und Erwachsene amüsante und lustige Vorstellung. Es hat viel Spass gemacht und die Kinder wie die Großen haben toll mit gemacht auch der Veranstaltungsort ist super!“ (geschrieben von Kulturvorstellung am 4.11.12 auf dem Internetportal TwoTickets zur Aufführung „Rumpelstilzchen – Stroh zu Gold“, 5 Sterne von 5 vergeben )

„Ich war das erste Mal mit meinem fast 4 Jahre alten Sohn im Mirakulum. Es hat uns beiden sehr gut gefallen. Das Stück war ausverkauft, ca. 30 Kinder und ebensoviele Erwachsene, haben Kasper, die Prinzessin, den kleinen Eisbären, den König, den Räuber, die Hexe, den Zauberer und die Eisbäreneltern mit großer Begeisterung und Freude erlebt. Die 45 Minuten vergingen sehr schnell und die älteren Kinder haben alle mitgerissen, kräftig mitzurufen und aktiv mitzuwirken. Ein wirklich gelungener und sehr schöner Puppentheaterbesuch, bravo weiter so!“ (geschrieben von FrankRakwitz am 15.07.12 auf dem Internetportal TwoTickets zur Aufführung „Kasper rettet den kleinen Eisbär“, 5 Sterne von 5 vergeben)

„Im Mirakulum spürt man noch die Freude des Puppenspielers an seiner Tätigkeit. Die Zuschauer werden immer alle angesprochen und zum mitmachen eingeladen (und nicht genötigt). Das Stück kam bei den Kleinen sehr gut an und meine Tochter hat die Abenteuer noch den ganzen Tag weitergesponnen. Absolut toll!“ (geschrieben von pw42tickets am 05.07.12 TwoTickets zur Aufführung „Die Abenteuer der Strubbelköpfe, 5 Sterne von 5 vergeben)

„War eine ganz neue Erfahrung...Faust mal anders, hat aber Spaß gemacht ... gute Vorstellung“ schreibt Yakubuh am 27.3.2012 im Internetportal Kulturklub.de zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„Bisher kannte ich das Schattenfigurentheater noch nicht und war auch etwas skeptisch was nun die Umsetzung von Faust angeht und war äußerst angenehm überrascht. Hat Spaß gemacht und werde bestimmt mal wieder hingehn... Bewertung: 5 Sterne von 5“ - schreibt Yakubuh am 25.3.2012 im Internetportal Kulturklub.de zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„Ein von der Umsetzung her gelungenes Stück, (…) - Also eine Empfehlung für Liebhaber aber eher nichts für zwischendurch. – Zuschauerfeedback zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“ geschrieben am 20.03.2012 auf dem Anmeldeportal der KSL, Katholische Schule Liebfrauen

„Eine ganz tolle Aufführung, eine ganz neue Theatererfahrung, trotz des schweren Stoffes überhaupt nicht langweilig - lohnt sich unbedingt - auch für Skeptiker! Bewertung 5 Steren von 5“- geschrieben am 19.3.2012 zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“ auf dem Anmeldportal der KSL, Katholische Schule Liebfrauen

„Thomas Mierau hat mit dem Schattenfigurentheater dem Stück von Goethe einen neuen, moderneren Rahmen und Ausdruck verliehen. Sehenswert! Bewertung: 5 Sterne von 5“ - schreibt luette am 19.3.2012 im Internetportal Kulturklub.de zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„In den letzten 30 Jahren habe ich viele sehr unterschiedliche Inszenierungen von Faust gesehen; aber diese hier war schon bemerkenswert: Mit der Liebe zum Detail hat der Puppenspieler Thomas Mierau das klassische Goethestück meisterhaft umgesetzt. Bewertung: 5 Sterne von 5“ - schreibt romantix am 19.3.2012 im Internetportal Kulturklub.de zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„Tolle Vorstellung! Bewertung: 5 Sterne von 5 “ - schreibt abendsonne am 18.3.2012 im Internetportal Kulturklub.de zur Inszenierung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„Im letzten Jahr besuchten wir die Vorstellung und waren von dieser Interpretation des allbekannten Faust von Goethe hellauf begeistert. Bewertung: 5 Sterne von 5“ - schreibt herbstlaub am 18.3.2012 im Internetportal Kulturklub.de zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„Anfang des Jahres hatten wir (…) das Glück, dieses außergewöhnliche Stück zu sehen und hatten einen schönen Abend. Bewertung: 5 Sterne von 5 – schreibt ubali am 18.3.2012 im Internetportal Kulturklub.de zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„Die Aufführung war grandios! So hübsch und auch packend. Wir haben es im Deutsch-FB weitergesagt. Gruß; Dr. Nicky Flöß“ - Zuschauer-Email am 18.3.2012 zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„Sehr geehrter Herr Mierau, vielen Dank für den wunderbaren Abend, den Sie uns und unseren internationalen (zumindest, was die Herkunft betrifft) Gästen geboten haben. Herzlichst, Peter F. Appenheimer, Zuschauer-Email am 17.3.2012 zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„(…) Faust wurde liebevoll in Szene gesetzt. (…) Erheiternd war der Besuch von Geheimrat Goethe und auch der Puppenspieler war freundlich.“ – schreibt jbornebu im Internetportal TwoTickets am 6.2.2012 zur Inszenierung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„Faszinierend, wie dieser Literaturstoff der Weltgeschichte von 1 Mann in ein Schattenfigurentheater umgesetzt wurde. Von theatralischem Empfang, einem besonderen Ehrengast und Marionettenspiel bis zur herzlichen Verabschiedung war alles dabei. Bewertung: 5 Sterne von 5, schreibt astridP am 5.5.2012 im Internetportal TwoTickets am 5.2.2012 zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„Der altbekannte Stoff hat uns in der "Schattenfigurenversion" gezeigt, dass nicht nur die Thematik zeitlos ist, sondern eben auch die Vielfältigkeit der Darbietung schier unerschöpflich ist. Uns hat´s so gut gefallen, dass wir in anderer Konstellation noch ein zweites Mal dort waren. (…) – schreibt VolTam2 am 25.3.2012 im Internetportal TwoTickets am 5.2.2012 zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„Puppentheater für Erwachsene find ich gut. Faust als Puppenstück habe ich auch schon gesehen, aber als Schattenfigurentheater war es neu für mich. Der erste Teil des Abends bis zur Pause gefiel mir richtig gut. Im 2. Teil (…) hätte man (…) auch auf einige der Szenenwechsel verzichten können und das Ganze etwas verdichten. Fazit: ein durchaus unterhaltsamer Abend mit einem altbekannten Stück. Bonus: der Auftritt des Herrn Geheimrats von Goethe höchstpersönlich.“ – schreibt marzipanschwein im Internetportal TwoTickets am 5.2.2012 zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“

„Die Vorstellung Faust I hat uns sehr gut gefallen. Das Stück wird mit viel Engagement vorgetragen und die Farbschattenfiguren sind faszinierend. Das kleine Theater ist gemütlich und der Glühwein war sehr lecker.“ - schrieb frako am 6.2.2012 zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“ im Internetportal Kulturklub.de

„Die Welt der Puppenspieler - Das Mirakulum Theater, das in einer alten Marionettenwerkstatt untergebracht ist, haben wir kürzlich, während einer unserer Berlinreisen, entdeckt. Allesamt sowohl die Kinder, wie auch die Erwachsenen, waren von der dargebotenen Puppenspielinszenierung, die uns für kurze Zeit in die Welt der Märchen und Fabeln entführte, begeistert. An diesem Tag wurde das Märchen Schneewittchen, von den Gebrüdern Grimm, das mit Handpuppen gespielt wird, aufgeführt. Im Spielplan sahen wir, dass es auch Vorstellungen gibt, in denen Marionetten, Stabpuppen oder auch Schattenspielfiguren, zum Einsatz kommen. Nach diesem schönen Puppenspiel hat sich jedes Kind im Mirakulum-Shop, eine Handpuppe, zur Erinnerung an diese schönen Stunden gekauft.“ – scheibt martha am 11.1.2012 auf dem Internetportal cylex.de

Presse zur Inszenierung „Faust I – Schattenfigurentheater“:

„Das Mirakulum ist mal wieder eine von diesen Entdeckungen, die man dank TwoTickets macht. (…) Aber dieses kleine Theater verdient viel Besuch - auch von Erwachsenen z.B. zum Faust. Der war in ganz neuer Form genauso spannend wie auf einer Bühne. Wir fanden den Abend dort sehr angenehm. Vielen Dank. – schrieb 1824 zur Aufführung „Faust I – Schattenfigurentheater“ am 31.10.11 im Internetportal TwoTickets

"Die Poesie des Infernalischen – Das Puppentheater wird zum Kosmos weltsprengender Ambitionen.Thomas Mierau spricht und spielt mit Schattenpuppen Goethes ´Faust´. - Selbst der Herr Geheimrat beehrt die Vorstellung: Altersbedingt wacklig, mit Umhang und Schnallenschuhen, geleitet ihn Thomas Mierau zu seinem Ehrenplatz. Von dort kann er bewachen, was er vor gut 200 Jahren erdacht und was der Puppenspieler anno 2011 daraus gemacht hat. Für Mierau erfüllt sich mit dieser großen Inszenierung ein langgehegter Traum, dessen Realisierung seine Karriere krönt. (…) Und weil ihm Ostasiens Puppenspiel Vorbild ist, hat er diesmal nicht auf Handpuppen oder Marionetten zurückgegriffen, sondern belebt die seltene Kunst des Farbschemenspiels. Das, so Mierau, kommt der Geschichte vom allzu wissbegierigen, daher dem Teufel verfallenden Faust entgegen. Die Aufführung beweist trefflich, wie recht er damit hat. Zwar wurde das Volksbuch vom Doktor Faustus bereits durch Puppen illustriert, doch dürfte Mieraus Einrichtung als Schattenspiel einzigartig sein. Dass er außer für die Führung der Figuren als Dramaturg, Textrezitator und Puppenbauer verantwortlich zeichnet, macht seinen „Faust I“ zur Ein-Mann-Schau (…mit) mehr als 20 Flachfiguren, beklebt mit Farbpapier und beweglich in den Gelenken. Alle führt sie Mierau selbst an Stäben und richtet auch die zehn Spielplätze eigenhändig ein. Dass man dabei eben seine Hände werken sieht, wie sie die Bild-Rahmen dem wachsgestärkten Stoff als „Szene“ aufbringen, stört nicht im Geringsten. Sogar einen Großteil der begleitenden Geräusche erzeugt der Akteur live; (…) Ein Puppentheater, so winzig, dass nur eine Person darin Platz hat, wird damit zum Kosmos weltsprengender Ambitionen.
Wie sehr die Bilder tatsächlich an sonnendurchflutete Fenster in Kirchen erinnern, wovon Mierau im Programmhefttext schreibt, macht gleich der Anfang klar. Gott höchstselbst thront da unter blauen Wolken zwischen zwei flügelschlagenden Erzengeln, neigt huldvoll den Kopf, hebt segnend eine Hand, als er dem Feuerkopf Mephisto das Experiment mit Faust gestattet. Und sanfte Musik das Geschehen untermalt. Spätestens als die Flammenerscheinung vor dem unzufriedenen Magister aufwallt, sieht man, wie viel mehr Möglichkeiten einer poetischen Ausdeutung das Puppenspiel gegenüber dem Theater besitzt. Das bleibt so knapp zwei Stunden lang. In der spitzbögigen Studierstube lispelt, hüstelt Wagner in seinem Glauben ans Natürliche, während Faust schon die Magie beschwört, ihm der kläffende Pudel erscheint. Gleich mehrere Figuren hat Mierau zu bedienen, als die Hexe, beobachtet vom Teufel, flankiert von tobenden, mit der Weltkugel jonglierenden Äffchen, Faust den Zaubertrank bereitet. Der Blutkontrakt ist da längst abgeschlossen (…). Bild wird wieder die Gaukelei mit Gretchen, das sich hier wie eine Sexqueen im Rahmen reckt und den verjüngten Faust psychedelisch schweben lässt.
Die tragische Lovestory von Faust und Gretchen füllt den Teil nach der Pause. Zwischen Kirche und Bürgerhaus treffen sich die beiden, daheim in karger Kammer singt die Keusche vom König zu Thule, Marthe, stattlich in Gelb, mischt mit, im zauberhaften Rosengarten befragt das verliebte Gretchen das Blumenorakel, indes Faust in erotischem Begehren bereits „eingeteufelt“, also gewissenlos ist. Dem Zwischentext von der ersten Liebesnacht folgt Lieschens unwissentliche Erzählung vom schandschwangeren Bärbelchen, Fausts moritatenhaft tödlicher Kampf mit Valentin und Gretchens Verdammnis: Ein Wasserspeier schreit es herab vom Kirchturm. Von der Walpurgisnacht reiten auf einem Rappen der Verursacher und sein Teufel heran, doch das Mädchen, dem sich der reuige Faust zu Füßen wirft, ist bereits gerichtet – nein, gerettet, denn die Erzengel entschweben mit ihr. Auch das könnte Theater kaum so plastisch umsetzen wie das Puppenspiel. Thomas Mierau sei Dank. (...)" - für das ND, Von Volkmar Draeger 26.10.2011

"(...) Zu meiner Freude erklärte uns der Spieler dann den Aufbau der Figuren, die man sonst nur bei einer Führung gezeigt bekommt, wunderschön. Genauso wie das Ambiente (...) Mir hat dies den Reiz des Spiels und der Illusion erhöht, die weitere Neugierde auf diese Kunst geweckt. (...) Doch erlebt selbst. Die Aufführung fand ich sehr gelungen, der Teufel, der Pudel, Faust selbst... Auch Grete ist schön getroffen, die Texte waren mir geläufig. Hat der Spieler die ganze Zeit selbst geredet? Die verschieden klingenden Stimmen fand ich faszinierend. Schöne Inszenierung, mal so ganz anders. Auf eines sollte man achten: ausgeschlafen sein. Es ist komplett dunkel und die Puppen bewegen beim Sprechen nicht den Mund. Da muss es anders spannend bleiben. Den Applaus, den wir (...) spenden konnten, entsprachen in keinster Weise der Leistung der Aufführung" - Zuschauermeinung Internetportal TwoTickets, 23.09.2011

"Lieber Thomas, ja, natürlich war ich da, mit Sohnemann und Freundin. es hat mir sehr gut gefallen! Mein Sohn fand´s Klasse, und da er in der Schule Faust I behandelt, war er sehr gut im Bilde. Die Musik hat mir gut gefallen und die Leistung 1 Mann-Produktion. Das ist eine große Kunst! (...) Das Publikum war sehr begeistert, und es waren viele da. Wie geht es jetzt weiter? Und wie bist du damit zufrieden? hast du es auf DVD aufgenommen? Also, bis bald, wünsche dir weiterhin einen guten Erfolg mit dem Faust (...)" - Gloria Mészáros, E-Mail 18.9.2011

"(...) Die Verssprache und Figurenbewegungen kamen sehr gut zusammen. Das was in dem Stoff von Goethe drin steckt, das Ernste, die Narrenfigur, das Weltanschauliche, all das findet einen adäquaten Ausdruck in dieser Inszenierung. Die dramaturgische Bearbeitung der Goetheverse ist keine Beschneidung, im Gegenteil, sehr geschickt und einfallsreich (...)" - Achim S., Philosophiedozent, Wismar, Besuch der Aufführung am 16.9.11

"(...) Die Texte wurden so gut gesprochen, dass man die Handlung verstand, ohne vorher den Inhalt zu kennen. An diese Aufführung werden sich die Schüler noch lange erinnern!" - Frau Sprink, Deutschlehrerin, Ernst-Abbe-Schule (Gymnasium, Neukölln), (Schüler 16 Jahr alt, 90 % Migranten) Besuch am 14.9.11

"Schemen und Schatten geistern zuhauf durch Goethes Faust, und so ist es kein Wunder, dass die Aufführung des Dramas als Schattenspiel so gut funktioniert: Spielmeister Thomas Mierau spricht alle Rollen selbst, er hat hallende Klänge komponiert, filigrane Bühnenbilder und Figuren erdacht und den Text soweit eingedampft, dass er in zwei Stunden passt. Er fügt dem Stück nichts Neues hinzu, aber er erzählt das alte auf neue Weise. Am Ende steigt Grete gen Himmel und eine Blume fällt langsam zur Erde. Schön!" - Zuschauermeinung im Internetportal TwoTicket, 12.09.2011

"(...) Und das muss ich besonders hervorheben, dass neben dem Spaß und der Unterhaltung während der Aufführung das Ernste nicht zu kurz kam, das Tragische, was die Handlung ausmacht (...) das was Goethe auch immer wollte, Spaß im Ernst (...) hat sich in dieser Aufführung erfüllt." - Hildegard Koch, Rentnerin, Zuschauerin in der Aufführung am 11.9.11

"Einfach toll! (…) Ich muss es noch mal sagen: es war wirklich super!!! Selten, dass einem Theater so unter die Haut geht, wirklich toll. Gerade die 2. Hälfte mit Gretchen. Ich werde da noch kräftig Reklame machen!" - aus einer E-Mail, Dr. Susanne Fairlie, Rechtsanwältin, Besuch am 10.9.11

"(...) vor allen der Blick hinter die Kulissen und die Erklärung der Puppentechnik nach der Aufführung war für die Schüler ein ganz besonderes Ereignis! (...)" - Feedback am Telefon nach der Voraufführung am 8.9.11 von Herrn Münzer, Kunstlehrer am Anna-Freud-Gymnasium, Berlin (Schüler 18 Jahre)

"Der große Zauber des kleinen Theaters "Mirakulum". - Hier sprüht Poesie aus jeder Szene! Das filigrane Farbschattenspiel "Däumelinchen und der Blütenprinz" im Puppentheater "Mirakulum" begeistert junge Zuschauer. Winzig klein und superzart, wer kennt das Mädchen des großartigen Märchen-Dichters H. C. Andersen nicht! Zauberhaft beginnt die vom Theaterchef Thomas Mierau inszenierte Geschichte mit einer Tulpe, deren hauchdünne Blütenblätter den Blick ins Innere gewähren. Da hockt das winzige Mädchen mitten in der Blüte und träumt von der großen weiten Welt (...) Gespannt verfolgen die Kinder die Vorstellung im Puppentheater Mirakulum (...) Eine sensibel Geschichte voller Romantik für kleine und große Zuschauer. Schulklassen haben die Möglichkeit, nach der Vorstellung einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Thomas Mierau erklärt die Funktionsweise der Puppen, beantwortet Fragen der Schüler." Berliner Kurier 7.7.2011

"... Sehr geehrter Herr Mierau, vor einigen Wochen waren wir bei Ihnen im Theater Gast und die Begeisterung ist bisher weder bei meiner Tochter noch bei uns Erwachsenen verklungen. Mit meiner Kleinen haben wir nun schon viele Berliner Theater erkundet und bisher noch kein vergleichbar Schönes wie Ihres gefunden... (aus einer Zuschauer-E-Mail 4.7.11, S. Haydn)

"In einem kleinen, familiären Theater kamen die Kinder ganz auf ihre Kosten und haben am Ende begeistert Applaus gespendet. Eine kleine Gastronomie für Groß und Klein ist auch da. Jederzeit wieder. Auch für KITA-Gruppen gut geeignet." – Besucherfeedback nach der Aufführung im Internetportal TwoTickets am 08.03.2011

Das Tierhäuschen - Ein ganz wunderschön gespieltes Märchen in Schatten-Licht-Inszenierung. Für Kinder und Erwachsene ein Vergnügen. Besonders schön und gelungen war die musikalische Untermalung. Auch der Veranstaltungsort selbst war sehr reich an Atmosphäre. Gerne wieder! – Besucherfeedback nach der Aufführung im Internetportal TwoTickets am 13.02.2011

"Theater Mirakulum Berlin - Ganz und gar zauberhaft geht es im Theater Mirakulum zu. Der Name lässt es bereits erahnen: „Mirakulum“ bedeutet soviel wie Wunderwerk – und als solches versteht sich das Puppentheater für große und kleine Besucher im Herzen der Stadt, ganz zentral gelegen. Mit viel Witz und Herz inszeniert und bespielt Leiter Thomas Mirau die Bühne seiner wunderbaren Puppenkomödie. Dabei sind nicht nur Texte und Schauspiel, sondern oftmals auch Kulissen und Figuren von dem erfahrenen Puppenspieler selbst ausgedacht und gestaltet. Zu seinem abwechslungsreichen Repertoire zählen heute siebzehn Stücke, die allesamt die ganz eigene Handschrift von Mirau tragen. Einige davon sind eher an das erwachsene Publikum gerichtet, andere an Kinder und Schüler verschiedener Altersstufen. Manche beschäftigen sich mit klassischen Mythen und Märchen, andere kommen als ganz normale Alltagsgeschichten daher. Alle Stücke jedoch bestechen durch das erzählerische und ästhetische Können des Solopuppenspielers, welcher seine großen und kleinen Zuschauer mit viel Phantasie zu begeistern weiß. Neben den lohnenswerten Aufführungen bietet das Theater Mirakulum außerdem Führungen durch seine kleine, aber feine Puppenkomödie. Und auch Workshops sowie privater Unterricht durch Leiter Thomas Mirau können auf nfrage gebucht werden. Nach den Vorstellungen lädt ein kleiner Café-Bereich zum Umtrunk – im Sommer gern auch auf der gemütlichen Terrasse." - redaktion ratgeber-elternforen auf www.kinderberlin.de, II / 2011

Im Gegensatz zu vielen Märchen von Hans Christian Andersen hat dieses Märchen (Däumelinchen) kein trauriges Ende, im Gegenteil, es ist ganz amüsant. Menschliche Charaktereigenschaften werden den Tieren zu geordnet (Kröte und Sohn , Maikäfer, Schmetterling, Schwalbe). Es ist ein Märchen für groß und klein. – schrieb ubali zur Inszenierung „Däumelinchen“ am 1.9.2010 im Internetportal Kulturklub.de

"Das Mirakulum wird mit viel Liebe zum Detail geführt und sollte nicht nur allen 'kleinen Leuten' ein immer wieder glücklicher Begegnungsort sein." - Besucherfeedback 08.08.2010 im Internetportal TwoTickets

"Die Geliebte Friedrich des Großen ist schon fertig (...)" - Was für eine Erscheinung! Stolz, fast ein wenig kritisch, schaut die Dame aus dem Fenster des Puppentheaters auf das Treiben in der Brunnenstraße: auf Baufahrzeuge, die mit eingeschalteter Warnblinkanlage quer auf dem Fußweg stehen, auf einparkende Autos, in die rasch Parkzettel gelegt werden, auf junge Frauen, die viel nacktes Bein zeigen und Aktentaschen, aus denen plötzlich Melodien summen. Zu ihrer Zeit hat es das noch nicht gegeben: Die Geliebte Friedrich des Großen ist fertig, das Stück, in dem die Marionette die Hauptrolle spielen soll, noch nicht. 17 verschiedene Inszenierungen hat Thomas Mierau in petto. Immer mal wieder zieht er einen Koffer aus dem Regal, das bis unter die hohe Decke reicht und hinter schwarzen Stoffbahnen versteckt ist. Er holt die Requisiten aus der Verbannung, liest kritisch sein eigenes Werk und aktualisiert es vor der Neuaufführung. Mehrere Projekte schwirren dem seinerzeit staatlich geprüften Puppenspieler durch den Kopf, einige sind schon in Arbeit. Im „Kulturschutzgebiet“ des Theater Mirakulum werden Stücke gezeigt und Premieren gefeiert, Puppen gefertigt, Bühnen gebaut und Inhalte geschrieben. Hier ist Thomas Mierau zu Hause. „Mitte“, sagt der 59-Jährige, „ist mein Kiez.“

Das Aufhören ist ihm gar keinen Gedanken wert. Zu sehr haben ihn die fast 90-jährigen Puppenspieler beeindruckt, die er vor ein paar Jahren beim Festival in Dresden traf. Solange er fit ist, wird er auftreten. Seit 1986 ist der Puppenspieler in diesen Räumen vor Ort, 1991 hat er das Theater mit dem Namen, der für „Wunderwerk“ steht, eröffnet. Dabei bewegte ihn hier nicht nur Fantastisches: Nach drei Eigentümerwechseln hat er nun die Räume gekauft, um den Standort zu sichern. „Eine Flucht nach vorn. Aber wenn man sich damit beschäftigt, verliert man auch die Angst. Ich hatte eine sehr gute Beratung und habe einen guten Kredit bei der Kfw- Bank bekommen.“

Natürlich habe er sich gefragt, ob Marionettenspiel in der Mediengesellschaft überhaupt noch funktioniere, ob Zauberkunstwelten noch gefragt seien und es sich überhaupt noch lohne, Puppentheater zu machen. Die Antwort, die Thomas Mierau gefunden hat, wird ihm bestätigt von einem Stammpublikum und immer neuen Besuchern, von Kindern bis zum Grundschulalter, Familien, Großeltern, Erwachsenen. Er hat die Bank überzeugt und ein drei Generationen-Publikum, das die Vorführungen verfolgt.

Das Bedürfnis nach dem Abtauchen in eine Welt der Fantasie scheint auch die „Märchenhütte“ im Monbijoupark zu bestätigen. Und das, nachdem es nach der Wende zum eher kuriosen Zusammentreffen gekommen war zwischen Kollegen aus dem Westen, die in der 68-er Bewegung alles Märchenhafte verdammt und den Puppenspielern aus dem Osten, die traditionell Märchengeschichten erzählt hatten.

Thomas Mierau verbindet beides, erzählt Märchen- mit Alltagsgeschichten, lässt König Schokolade um die entführte Prinzessin Marzipan bangen und Professor Sternschnupp auftreten. Er bietet Tee nach Geheimrezept, der gehörig die Fantasie anregen soll, Marionettenkurse und Puppentheaterunterricht an und hat dazu eine ganz neue Profession ganz ohne Puppen, Marionetten und Schattenspiel entdeckt: Während der Berliner Märchentage ist er als einer der vielen Märchenerzähler unterwegs in der Stadt.

Bevor er im „Mirakulum“ den schwarz-roten Vorhang zum bewegten Alltag der Brunnenstraße schließt, stellt er sich Besuchern vor seiner Bühne vor - und nimmt damit auch jenen Kindern die Angst, die schon auf den Schoß der Erzieherin geflüchtet sind. Thomas Mierau ist ganz bewusst Solokünstler, allein abhängig von den Reaktionen seines Publikums. Er plant sie ein und lebt auch damit, dass er manchmal von drei Kindergartengruppen regelrecht „niedergeschrieen“ wird - weil ihm doch alle sagen wollen, wohin der böse Kasper die liebliche Prinzessin Marzipan entführt hat. Ein bisschen ist es wie früher. Thomas Mierau erklärt Kindern die Welt, wie er es einst als Ältester von vier Geschwistern tat. Alles ist nur ein bisschen fantastischer geworden. - Birgit Nößler, Kiezkopf, Seniorenjournal Mitte, VI 2010

Das Tierhäuschen - Ein ganz wunderschön gespieltes Märchen in Schatten-Licht-Inszenierung. Für Kinder und Erwachsene ein Vergnügen. Besonders schön und gelungen war die musikalische Untermalung. Auch der Veranstaltungsort selbst war sehr reich an Atmosphäre. Gerne wieder! – schreibt Bianka8589 am 13.2. 2010 im Internetportal TwoTickets


"Sehr geehrter Herr Mierau, für die wunderbaren Auftritte des Puppentheaters auf unserer Kinderweihnachtsfeier am 4.12.09 sagen wir herzlich Danke. - Sie haben wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen." - Dankesbrief von Delphine Saucier, Leiterin Unternehmenskommunikation, TOTAL Deutschland GmbH, 7.12.2009


Heute Puppentheater, Berlin läßt die Puppen tanzen. Die Aufführungen begeistern Kinder ebenso wie Erwachsene. Die Morgenpost empfielt neun Theater in der Stadt. (Platz) 1: MIRAKULUM, sozial ( ...) Breit gefächertes Programm für Kinder, Jugendliche ud Erwachsene. Freundlich in ehemliger Werkstatt eingerichtetes Theater. Ein-Euro-Tickets für sozial Schwache. (Punktvergabe von jeweils 4 Punkten) Größe: 3, Ambiente: 4, Programm: 4, Lage: 4, Preise: 4, Gesamt: 4 (....)" - Berliner Morgenpost, Wochenende extra, Berlin Tops 28., 19.11. 2009

Zuschauerresonanz zu "Hase und Igel": Hallo, ich habe 2 Freikarten für dieses verzaubernde Schatten-Schauspiel gewonnen und meinen Samstagvormittag zwischen Kindern und Eltern in gemütlicher Runde im Puppentheater Mirakulum verbracht. Vielen Dank! - Draußen herbstlicher Nieselregen, drinnen Magie, Märchen und Verzauberung. Für Kinder und Erwachsene ein toller Ausflug in die Welt der Phantasie. Viel Freude und Herzlichkeit in der Stimme und den charaktervollen Scherenschnittfiguren (Hase, Igel, Hahn und Hennen) vermittelt der Herr Mierau bei seinem Spiel auf kleiner Schattenbühne. Kann ich nur empfehlen! – Empfehlung von „kalypsokat“ im KulturClub des Kulturkurier am 3.10. 2009, Bewertung 5 Sterne von 5 zu vergebenden.

Fantastisches in Fundstücken - "Der Schweinehirt" in der Puppenkomödie Mirakulum – Mit Mozart beginnt das Stück in der Puppenkomödie Mirakulum: Thomas Mierau intoniert ihn auf der Nasenflöte. Schon das ist für die (...) Zuschauer (...) ein Gaudi. Zur Einführung liest er Schweizer Märchen vor: vom schneeweißen Steinchen, dass unsichtbar macht, und vom Zwerg Türliwirli, der einen Prinzen verzaubert hält. Antje Binder begleitet auf der Gitarre. Dieser Einstieg hat seinen Sinn (...). Denn das Stück "Der Schweinhirt", bekannt in Versionen der Gebüder Grimm und von Andersen, läuft hier in der Schweizer Fassung. - Binder baut sich dazu einen kleinen runden Tisch als Spielort auf und packt aus einem Koffer ihre Puppen aus. Alles bleibt (...) transparent (...). Mierau untermalt mit dem Geräuschorchester, was dann passiert. Jörg hütet Schweine, hat aber keine Lust auf das übliche Reiterspiel mit ihnen. Er wäre lieber Bauer. Und siehe da, unter Lichtflackern und Getöse geschieht das Wunder. Nachdem er dann aber Kuhhändler, Soldat, Richter und sogar König war und nicht glücklich dabei wurde, finden ihn froh und grunzend seine Schweine. ´Ich will euer Freund sein´ ruft er nun, rüstet zum Reiterspiel und weiß, dass sein altes Leben für ihn genau das richtige ist. - Als Kehraus singen Spieler und Zuschauer ein Schweizer Volkslied. Dann stehen den staunenden Zuschauer alle Requisiten zur Besichtigung frei. Jörg ist eine schlicht aus Astteilen zusammengesetzte Tischmarionette mit beweglichen Gliedern, der Soldat eine Holzlatte, der König ein mit Gesicht bemalter, an einer Ecke verbrannter Klotz, der Richter gar ein gesichtsloser Baluster. Vielfach sind es Fundobjekte, aus denen Binder ihre auf der Bühne per Stimme charakterisierten Figuren fantasiereich gebastelt hat." - Volkmar Draeger ND, 18.2.2009

Mieraus munteres Mirakulum:
"Das Böse ernsthaft verlachen Lebt denn der alte Spaßvogel noch? Ja, er lebt noch! Der Kasper mit dem hakennasigen Grinsegesicht und der roten Zipfelmütze hat in der mittlerweile fast 17 Jahre alten Berliner Puppenkomödie des studierten Puppenspielers Thomas Mierau (geb. 1951) in der Brunnenstraße eine seiner sicheren Bleiben in der Stadt. (...)

Zwar nennt sich Mieraus Bühne nicht Kaspertheater, aber der Spaßvogel ist in den aufgeführten Stücken mit dabei, nicht - wie früher als ein Trunk und Völlerei ergebener Taugenichts, der seine Frau Gretl traktiert und dabei zotige Witze reißt. In Miraus munterer Mirakelbühne treffen wir ihn als syndromfreien Nothelfer, der in die klassischen oder anderen Märchen eingebaut ist. Im Puppenspiel "Kasper und der kleine Eisbär" rettet er pfiffig und zeitgerecht ein Eisbärbaby, in der Geschichte "Prinzessin Marzipan und König Schokolade" entlarvt er investigativ nach Columbo-Art den Zauberer Beulenzopf als Heiratsschwindler und bewahrt die Königstochter vor einem machtpolitisch kalkulierten Ehebund. In das turbulente Hin und Her sind die Kinder immer einbezogen: Sie warnen, wenn es auf Messers Schneide steht, und schreien emphatisch, wenn ein Coup des Kaspers gelingt und die Gerechtigkeit ihren Lauf nimmt. (... ) In Mieraus Schneewittchen-Aufführung auf zwei Schauplätzen, einer Guckkasten- und einer Paraventbühne, deren Hintergrund ein Gobelin mit Waldlandschaft und Platzhirsch bildet, hat Kasper eine Art Ein-Euro-Job; und das ausgerechnet in jener Schlossverwaltung, in der die vom Schönheitswahn erfasste Königin obwaltet, welche mit einer Mordanstiftung und drei eigenen Mordversuchen ins Märchenbuch der Rekorde einging. Trotz Lohnabhängigkeit von dieser Dame (...) bestärkt Kasper den gutmütigen Förster in der Verweigerung des Auftragsmordes an Schneewittchen. Als das nun geistig auch nicht gerade sehr fix gewesene Mädchen mit dem vergifteten Apfel leblos im Sarg liegt, wird Kasper tollpatschig zum De?us ex Ma?china, kollidiert mit der Totenkiste, so dass die Scheintote den Apfel erbricht, erwacht und unter allgemeiner Erleichterung dem bereitstehenden Verehrer in die Arme sinken kann. Bei solchen Szenen müssen Mieraus Hände immer wieder blitzschnell in andere Puppen hineinfahren. Mitspielende Helfer kann er sich in seinem Ein-Mann-Theater nicht leisten; die Mirakel für Kinder und abends für Erwachsene in der ehemaligen Ladenwohnung werden von ihm allein in Szene gesetzt. Er kassiert den Eintritt, (...) ist Verkünder gescheiter einführender Publikumsansagen, als Inspizient seiner selbst verantwortlich für Geräusche, Glocken und Glühbirnen. Vor allem ist er derjenige, der die Marionetten, Handpuppen oder Schattenfiguren zu belebten Wundern macht, und der dabei, wenn nötig, die Mundharmonika im Gestell bläst. In die deutsche Puppentheatergeschichte könnte eingehen, wie der Prinzipal die sieben Zwerge als Einhand-Puppe auf die Bühne bringt: Schorsch der Lustige, Knut, der Fleißige, Purzel, der Geschickte, Arribald, der Starke, Willibald, der Hübsche, Lupi, der Jüngste, und Richard, der Älteste sind zu einer Gesamtpuppe zusammengenäht, die durch die Bewegung von Mieraus geschickter Hand wie einzeln geführte Puppen wirken. Schließlich individualisiert er sie gekonnt mit eigenen Stimmen; die Zwergen-Dialoge erinnern an Otto Waalkes Bravourstück "Großhirn an Kleinhirn".

Man verlässt - als Erwachsener - die Stätte erheitert statt kathartisch belehrt.

Denn bewiesen wird hier, wie lebenswichtig das Trachten der Puppenspieler ist, das Böse ernsthaft zu verlachen. Der Kasper jedenfalls hilft dabei nach Kräften, gehört er doch zu den stehenden Figuren einer großen Lachtradition, die im Leben der Gesellschaft ihre Aufgabe erfüllt, vermerkte 1983 der Philosoph Peter Sloterdijk (geb. 1947) in seiner "Kritik der zynischen Vernunft". Sloterdijk meint sogar, dass Klassengesellschaften - möglichst nicht in der Exekutive - ohne Narren, Harlekine und Hanswurste überhaupt nicht auskommen. Und solange uns ein Kasper noch lachen machen kann, ist noch nicht alles verloren." - Winfrid Neubert, 8.1.2009, Ein Berlin Portal - Stadtmagazin für Berliner, www.in-berlin-brandenburg.com

„Dreimal Schneewittchen – Dass Grimmsche Märchen vor allem den Kindern vorgetragen werden überrascht bei all den versteckten Anspielungen (...). Somit ist der Ansatz, Schneewittchens Schicksal zwischen ewigem Schlaf bei den sieben Zwergen und der Hochzeit am Hofe des Prinzen in drei Interpretationen einem breiten Publikum zu präsentieren, nur zu begrüßen. An den Wochenenden gibt es ein Familienprogramm (ab 4 Jahre), wochentags können Kindergarten- und Schulgruppen jeweils 10 Uhr die Reise hinter die sieben Berge antreten. Am Donnerstag heißt es dann ´Weiß wie Schnee und schwarz wie Ebenholz´- eine sehr erwachsene, satirische Betrachtung der Märchenwelt um die Schönste im Land." - Berliner Zeitung, Feuilleton, 29./30.11.2008

Schüler der Klasse 1 der Grundschule am Schleihpfuhl, Berlin Marzahn-Hellersdorf reflektieren die Inszenierung "Wie Peter den Wolf überlistete" in Bild und Schrift:
"Peter und der Wolf war auf die Wiese. Kamm der Wolf, dan kamm die Ente, der Wolf fraß die Ente, Peter fing den Wolf: Das Stück hat mir gehfalen." Jonny Andy Michaelis (7 Jahre), 3.4.08
"Peter und der Wolf. es war ein farb schaten pupen teata. da haben mitgespilt der vogel und die ente und der grosfata und der Peter und der Wolf und die jeger. Es war ser schönge spilt. Aber anli psten Makich danoch mal hin. es hat mie gefalen ser ser dol. du hast es wunder schön gespilt. das ist für dich und von Alina Nisse" - Alina Nisse (7 Jahre), 3.4.08

Theater Mirakulum am 12.01.2008.- Das verwurstelte Glück - drei Wünsche: "Wir waren zum ersten Mal in diesem Puppentheater und total begeistert!!!!! Schon wenn man ins Theater reinkommt, schlägt das Herz höher; überall hängen Puppen und Marionetten. Das Stück hat uns sehr gut gefallen; es regt zum Nachdenken an. Was wünscht man sich, wenn man drei Wünsche frei hat und wie schnell werden die Wünsche unnütz vertan.- Wir hatten an diesem Abend noch das Glück, daß das Geheimnis der Puppen und Requisiten gelüftet wurde.Die Bedienung ist auch sehr freundlich.Karfreitag und Ostersamstag gibt es eine Marionettenshow und wir werden auf jeden Fall hingehen.“ – Manuela, am 14.01.2008 um 10:18 Uhr auf der Website von Two Tickets, Rubrik Kinder.

"Dieses Theater habe ich immer Sonntag besucht. Hier trafen sich Väter mit ihren Kindern. Eine intime und freundliche Umgebung und immer etwas Witz eingebetet in den kindlichen Geschichten. Leider sind meine Kinder inzwischen zu groß. Schade ich vermisse die Zeit. - Bewertung: 5 Sterne (von 5) - Empfehlung von "beamter20" im KulturClub des Kulturkurier am 31.12.2007

"Ich gehe mit meinen Töchtern (3 und 6) regelmäßig ins Mirakulum, wir sind jedesmal begeistert. Es ist sehr kindgerecht, alles gut zu verstehn. Insbesondere das Sommertheater im Freien und die Schattenspielstücke haben uns sehr begeistert. Alles sehr nett. Weiter so. - Bewertung: 5 Sterne (von 5)" - Empfehlung von Andrea Eichner im KulturClub des Kulturkurier am 27.11.2007

"Wir kommen gern mit unserer Tochter ins Theater Mirakulum, trinken einen Kaffee und warten alle zusammen mit Spannung auf den Beginn der Aufführung. Die Stücke sind immer gut gewählt und wir haben immer schöne Kinderkulturnachmittage verbringen können. - Bewertung: 5 Sterne (von 5)" - Empfehlung von Felizitas im KulturClub des Kulturkurier am 05.11.2007

„Puppen retten die Welt – Kasper und der kleine Eisbär bestehen Abenteuer im Theater Mirakulum – Aufgeregt sei er, gesteht Thomas Mierau den Kindern, ehe das Licht im Theater Mirakulum an der Brunnenstraße ausgeht und er hinter seiner engen, rotplüschenen Puppenbühne verschwindet. Glocke und Tröte läuten und rasseln aus zwei Schlitzen die Vorstellung ein: „Kasper und der kleine Eisbär“, wie Edda Walström und Mierau die Geschichte von 4 bis 84 in fünf Szenen erdacht haben. Knut heißt der Titelheld zwar nicht, sieht ihm aber zum Verwechseln ähnlich. Aber das ist wohl auch bei Tierkindern so. Dieses hat sich (...) auf einer Eisscholle verirrt und wird von Kasper an Bord des Schiffes gehievt, mit dem die forsche Volksfigur und die Prinzessin, ein weiblicher Wuscheltraum in Rosé, auf Kreuzfahrt am Nordpol heranschippern. Doch so richtig kalt ist es dort nicht mehr: Das Klima hat sich verändert. Die jungen Zuschauer macht das spielerisch vertraut mit einem zentralen Problem unserer Zeit. Die Prinzessin wünscht sich das zitternde Bärenkind als Kuscheltier und will daheim den Vater befragen. Vom grauen Schiff mit Takellage und gerollten Tauen wechselt die Szene in den marmornen Königspalast. Zwar sei die Tochter wie ausgewechselt, doch der Bär, beschließt der Vater, müsse weg. Da stiehlt sich das possierliche knurrende Tier, angewidert von den Lollis und Gummibärchen der Prinzessin, lieber gleich selbst in den bunt stilisierten Wald. Da trifft er auf üble Gestalten. Dem bösen Räuber, der einen Wachhund sucht, kann der Bär entwischen. Der Hexe Warzennase unterm grünen Glitzerumhang, die Schokolebkuchen als Köder auslegt und es auf sein Fell abgesehen hat, stülpt er den Käfig selbst über den Kopf. Kasper eilt dem entlaufenen Freund immer hinterher. Dem ist ein Zauberer mit seinem Zauberfernrohr schon auf der Spur. Und die Kinder erfahren noch mehr: Als ehemals geschmähter Quacksalber rächt er sich, in dem er die Welt zum Treibhaus machen will. Zunächst sucht er dem Bärchen mit Lichtgeflacker und Blechgerassel vergebens das Fell abzuzaubern. Zum Glück verdingt sich Kasper als Zauberlehrling, verwandelt mit dem gerade erlernten Spruch den Meister in eine Energie spendende Windmühle und den Bären zurück zu seiner alten Farbe. Die Welt und ihr Klima kommen, zumindest im Kinderstück, wieder in Ordnung. Ich bin ein kleiner Eisbärmann, singen da die Zuschauer mit, Kasper und die Prinzessin tanzen, das Junge darf an den Nordpol zurückkehren. Wie es dort anlangt, zeigt inmitten silbrig glänzender Eisberge die Zugabe. Mutter und Sohn beschnuffeln und erkennen einander, die Alte schaukelt mit dem geschulterten Kind davon. Sieben Rollen spielt und spricht Mierau in den fast 50 Minuten, und auch die klassischen Handpuppen stammen von ihm. Für die Zuschauer verknüpfen sich Märchen und Realität zu einer nachvollziehbaren humanistischen Botschaft, die sie kräftig anregt, Rat rufend oder protestierend mitzuagieren. Mechanische Musikinstrumente steuern in den Umbaupausen lustig blecherne Volkslieder ein.“ – Volkmar Draeger, Neues Deutschland, 17.10.2007

„Wie Kasperl und die Prinzessin den Eisbären retten – Er gilt als lustiger Spaßmacher, als aufmüpfiger Anarchist oder auch als Mittler zwischen Bühne und Publikum. Der Kasper zeigt sich in schillernden Facetten. Wie ein pfiffiger Entertainer, der das Geschehen in der Hand hat, erscheint der Typ mit der Zipfelmütze im neuen Stück des Theaters Mirakulum (...). In Koproduktion mit der Autorin Edda Walström entwickelte Theaterchef Thomas Mierau das Stück „Kasper und der kleine Eisbär“. Die Inszenierung erzählt vom weißen Bärenbaby, das allein umherirrt und vom Kasper gerettet wird. Die quirlige Grinsebacke ist mit der Prinzessin per Schiff auf Urlaubsfahrt am Nordpol unterwegs. Er bringt den Bären an Bord – sehr zur Freude der Königstochter, die ihn als süßes Kuscheltier in Beschlag nimmt. Doch Papa König will den Eisbären in den Zoo oder in ein Tierheim geben. Für den Kasper gibt es nur eines: Das Tier muss zurück in seine Heimat, denn es ist kein Spielzeug und – spätestens als erwachsener Petz – kein Schmusebär. Doch ehe sich das Trio einigt, macht sich das Eisbärkind selbst auf seine Tatzen. Sein Weg führt ihn in den Wald. Dort erwartet ihn ein böser Zauberer, der es auf das weiße Bärenfell abgesehen hat. Die Zaubersprüche verfehlen nicht nur ihr Ziel, sondern der Hokuspokus-Künstler wird am Ende Opfer seiner eigenen Magie. Wieder einmal wagt Thomas Mierau die Gratwanderung als Autor, Spieler und Regisseur. Wohl nicht zufällig mischt er sich damit in aktuelle Diskussionen, die sich um die Haltung von Wildtieren oder auch um Klimaveränderung drehen. Als Übersetzer dieser Thematik, deren Vokabular Kindern erklärt wird, springt der schlaue Kasper ein. Er wird zur Retter in der Not, der mit Hilfe des Publikums dem Eisbären die Rückkehr an den Nordpol ermöglicht (...)“ – Kömmler, Berliner Morgenpost, 13.10.2007

„Neugier der Frauen zeigt Leichen im Keller – Göttinger Märchenwoche: Theater Mirakulum Berlin präsentiert Puppenspiel ‚Blaubart’ – Wissbegier und Zügellosigkeit, Männlein und Weiblein, das waren die Eckdaten des Puppenspiels ‚Blaubart und die Neugier der Frauen’, aufgeführt am Sonntag im Alten Rathaus. Auf die Bühne gebracht wurde das Märchen im Rahmen der 8. Göttinger Märchenwoche vom Berliner Theater Mirakulum. – Die Bühne ist schwarz verhüllt, an der Stirnseite prangt das rot-goldene Wappen des Grafen Blaubart, einer ‚mystischen, mittelalterlichen Figur’. Ein Teppich im Hintergrund, das Porträt einer Frau, links und rechts zwei Kerzenleuchter: die Burg des Grafen. Der ist ein unheimlicher Geselle, ein Mann von ungezügelten Gelüsten – sechs Frau hat der bereits verschlissen. Sie alle sind verschwunden. Ehefrau Nummer sieben, die zarte Berta mit den Vergissmeinnicht-Augen, wollte einen Abenteurer – doch die wahre Natur ihres Gatten erahnt sie nicht. Noch am Hochzeitstag sich selbst überlassen, erkundet sie die ganze Burg – obwohl ihr Blaubart verboten hatte, den goldenen Schlüssel zum Keller zu benutzen. Genuss-Patriarch. Eine kalkulierte Versuchung: Dort lagert der Graf die erdolchten Ex-Frauen. Er bemerkt ihren Fauxpas, Bertas Tod scheint besiegelt. So kann die Satire – frei nach Charles Perrault – jedoch nicht enden: der Schurke kommt ums Leben. Ein wenig schade ist es um den sinnesfreudigen Genuss-Patriarchen aber doch. Ein paar Leichen im Keller – wer hat die nicht? Der zeitlose Stoff geht rasant über die Bühne: Voller Sprachwitz und mit überspitzten Charaktereigenschaften agieren die Pappmaché-Puppen in dieser Märchen-Adaption. Manchmal fast hektisch geht es auf der kleinen Bühne zu. Es bimmelt und jault, es klimpert und saust – völlig unbegreiflich, wie ein einzelner Akteur all die Effekte produziert und dabei noch zwei Puppen führt. Ein Abend, der zwei oft gegensätzliche Pole verbindet: ein unterhaltsames Stück voll allzu menschlicher Psychologie (...).“ Erik Westermann, Göttinger Tageblatt, 11.9.07

Gästebucheintragungen nach der Aufführung „Schneewittchen“ und „Blaubart“: „Ausgezeichnet! Die Puppen waren sehr gut hergestellt. Das Spiel war lustig und intelligent...“ – „Wirkliches Wundertheater. Es gibt nichts dergleichen in den USA. Aber es sollte es geben. Vielleicht mal eine Tour in die USA?“ – „... Die Puppen waren ausgezeichnet und vergnüglich. Dankeschön, dass sie uns diese Märchen in einem neuen Medium gezeigt haben...“ – „Wunderbar! Die Puppenshows haben so viel Spaß gemacht. Sie sind sehr talentiert und wir würdigen das sehr...“ – „Die Vorstellung war großartig und eine einzigartige Erfahrung, die ich nicht sobald vergessen werde. Danke...“ – „Sehr schön! Eine wunderbare Erfahrung!“ – „Sehr unterhaltsam! Danke und viel Glück!“ – „... Es hat wirklich Spaß gemacht!“ – „Es war eine großartige Erfahrung. Sie sind ein Genie, und wir freuen uns drauf, mehr von Ihrer Kunst zu sehen, wenn wir das nächste mal in Berlin sind...“ – „Die Puppenvorstellungen waren wunderbar. Vielen Dank, dass wir bei Ihnen sein konnten...“ - „... Ihre Vorstellungen waren erstaunlich und sie haben mir sehr gefallen...“ – „Vielen Dank, dass sie uns die Geheimnisse der Puppenbühne mit uns geteilt haben. Eine faszinierende Erfahrung. Alles Gute...“ – „Es ist ganz großartig! Ich werde wiederkommen, um das Schattentheater und die Marionetten zu sehen...“ – „...Ich liebe Puppenspielen ... das war wunderbar – besonders Blaubart. Das Mädchen aus Kentucky, was in einer Puppenklasse war...“- „Vielen Dank für ihre Zeit und ihre harte Arbeit. Die Puppenvorstellungen sind schön und ihre harte Arbeit lohnt sich!“ – „Die Vorstellungen, die sie gegeben haben, waren wirklich wunderbar. Sie waren außergewöhnlich und ein Genuss! Danke...“ - Studenten des Colloquia Germanica, Department of Modern Languages (Institut für Moderne Sprachen) University of Louisville, USA unter der Leitung von Alan C. Leidner, Book Review Editor (Buchkritiker und Herausgeber) am 13.05.07. (Übersetzung E. W.) „Eine Anerkennung für die Magie dieser Kunst von einer Kunsthistorikerin des Instituts von Lousville mit sehr großer Dankbarkeit für sie alle..., die unseren Nachmittag und Abend zu so etwas Besonderem gemacht haben. Dr. Patricia Cornelon.“ 13.5.07 (Übersetzung E. W.)

E-Mailpost: Ein Tag der Klasse 5eub der Charles-Dickens Europaschule im Theater Mirakulum - Das „Theater Mirakulum“ ist ein wunderschönes Puppentheater, das uns in eine fantastische Welt mit handgearbeiteten Puppen geführt hat. Durch die aufwendigen und fantasievollen Bühnenbilder sind wir eingetaucht in fremde Welten und spannende Geschichten. Doch das „Theater Mirakulum“ unterhält nicht nur, wir haben auch viel gelernt. Besonders interresant waren der Blick hinter die Kulissen und die Erklärungen des Puppenspielers. - Wir bedanken uns sehr für den schönen Tag und kommen bestimmt bald wieder. Loisa Bell, Klasse 5eub der Charles-Dickens Europaschule, Berlin den 10.5.07
Wir (Klasse 5euB der Charles Dickens GS) haben das Theater Mirakulum besucht, um Schneewittchen zu gucken, und danach eine Führung hinter die Kulissen zu bekommen. Der ganzen Klasse hat es sehr gut gefallen, besonders weil uns ausführlich erklärt wurde wie sämtliche Geräusche und Bewegungen funktionierten. Wir können Das Theater Mirakulum sehr empfehlen und werden auch selber das Theater noch oft besuchen. - Alexander Loidl, Berlin, den 10.5.07

Lieber Herr Mierau, gestern waren wir bei Ihnen im Mirakulum Theater. Wir haben uns das Theaterstück "Das siegreiche Quartett" angeschaut. Es hat uns sehr gefallen (...) Es war so toll, das wir am liebsten jede Woche wiederkommen würden. Liebe Grüße Ihre Klasse 4 b, der Teltow-Grundschule." GS BA Tempelhof-Schöneberg, 21.2.2007

Dankesbrief per Fax: „Lieber Herr Mierau, anlässlich des Kindertages zu unserem Gemeindejubiläum hatten wir das Vergnügen, Sie und Ihr Theater kennen zu lernen. Nicht nur die Kleinen, nein, auch alle Großen wurden verzaubert durch die wunderschöne Bühne, das tolle Stück, die liebevollen Bühnenbilder und die Puppen, die agierten Musik. Inhalt und Gags ließen die Zeit viel zu schnell vergehen, und alle Gäste (die Alterspanne belief sich auf 1 – 70 Jahre) genossen bei strahlendem Sonnenschein die Darbietung. Dazu sagen wir alle auf diesem Weg DANKE und bestimmt AUF WIEDERSEHEN. Es grüßt sie herzlich im Namen aller Kleinen und Großen...“ - E. Schauer vom Kindergarten Melanchthon, Berlin-Kreuzberg, 11.10.2006.

„Eine Bewährungsprobe für zwei Streithähne – Dicke Luft macht sich breit. Denn zwischen zwei strubbeligen Kerlen gibt es Streit. Jeder will beim Spiel der König, keiner der Diener sein. Erst als ein Unwetter aufzieht, dicke Regenwolken Wassermassen ausschütten und Blitze zucken, besinnen sich die beiden aufeinander: ... Theaterchef Thomas Mierau inszenierte das Stück ... Im Schnapfelland – dem Begriff Schlaraffenland entlehnt – lässt Mierau die Geschichte spielen und überrascht dabei mit so mancher lustigen Wortschöpfung.. Als Vater der ulkigen Strubbelköpfe reist er mit den beiden in die imaginäre Gegend der Schnapfel (eine Frucht, die man wie eine Nuss knacken muss). Doch kaum lässt er die Rabauken kurz allein, kriegen sie sich mächtig in die Wolle. Erst die Bewährungsprobe schweißt sie zusammen. Ende gut, alle gut – was nicht nur Kinder lieben. Die spornt der Spieler an, Position zu beziehen. Die Handlung lebt von den Bühneneffekten. So setzte Mierau das Wetter eindrucksvoll in Szene, lässt Theaterwasser aus der Wolke schießen, Donner grollen und das Floß heftig auf dem Wasser tanzen.“ – köm, Berliner Morgenpost, 16. 9. 2006

E-Mailtext nach dem Jubiläumsfest: „Lieber Herr Mierau, ich muss gestehen, dass das Vergnügen diesmal wohl mehr auf meiner Seite lag. Ich durfte einen zauberhaften Abend erleben und konnte kaum ein kleines Dankeschön sagen (auch dafür, dass es Sie mit Ihrem wundervollen Theater seit so vielen Jahren hier im Kiez gibt). Es soll daher bei der CD bleiben, zumal sie wohl eher der Erinnerung an das Fest dient. Natürlich stehen Ihnen die Bilder zu Ihrer Nutzung zur Verfügung... Ich freue mich auf den Newsletter. Viele Grüße...“ - Sabine Kalkus Berlin-Mitte, 8.Juni.2006

Das kreative Element ausleben -Die Puppenkomödie Mirakulum an der Brunnenstraße wird 15. - Über den begrünten Hof führt Thomas Mierau in seine Puppenkomödie Mirakulum an der Brunnenstraße. Inszenierungsfotos füllen die Wände des winzigen Empfangsbereichs, oben hängen Puppen, „die touristischen“, käuflich zu erwerben, im Nebenraum und nicht mehr käuflich auch ostasiatische Marionetten als Relikte abgespielter Stücke. Im gemütlich schummrigen 75-Plätze-Theaterchen mit Cafébar, direkt neben der Straße, wird aus Mieraus Erzählung ein Stück Berliner Puppentheatergeschichte. - Betonbauer und Zimmermann lernte der aus dem Harz Gebürtige, sein Ingenieurstudium brach er ab. Das musische Elternhaus hatte andere Ambitionen in ihm geweckt: Er malte, stellte aus, bis jemand ihn aufs Puppenspiel brachte. Am Theater Wittenberg erhielt er einen Ausbildungsvertrag mit Spielverpflichtung - extern an der Berliner Schauspielschule „Ernst Busch“, praktisch in der Lutherstadt. Nach dem Studium wurde er Mitbegründer des Puppentheaters Neubrandenburg, mit Peter Waschinsky als Regisseur, wechselte gut drei Jahren später zum Berliner Dokumentarfilmstudio. Ein Neuanfang als Assistent und, wieder, mit Ausbildungsvertrag. - Dann kehrte die Lust am Puppenspiel zurück, als Dozent an der „Ernst Busch“, „meine wichtigste Zeit“, bald als Akteur. „Peppi - das Entchen“ für Kinder ab 3 hieß 1984 sein erstes Solostück. Er spielte in Jugendklubs Puppentheater aus dem Koffer, war mit einem Fuhrbetrieb, dann per Trabi und Anhänger unterwegs, mit selbstgebastelter, zerlegbarer Bühne. Seit 1986 diente ihm der einstige Laden an der U-Bahn Bernauer Straße als Probenort und Werkstatt, die Grenzer direkt vor der Nase. Mit dem „Mut zur Blauäugigkeit“ blieb er dort auch nach der Wende, musste durch die harte Schule professionellen Marketings gehen, ehe sich sein Einmannunternehmen Mirakulum, Pfingsten 1991 eröffnet, 2002 modernisiert, auch wirtschaftlich behaupten konnte. Kleines Welttheater bieten dort seither über 15 Inszenierungen, meist aufs Heute adaptierte Märchen und Fabeln. Bildhaft sollen sie sein, Gut-Böse verhandeln, positiv ausgehen. Neben Handpuppen und Marionetten arbeitet er gern mit Farbschemen, farbig bemalten Figuren aus durchscheinender Tierhaut. Regisseur, Dramaturg, Spieler, Bauer ist er in Personalunion, betreut Privatschüler, gibt Workshops, lehrt an Volkshochschulen. Eine Zauberwelt für die ganze Familie möchte er imaginieren, gesamtkünstlerisch gedachtes Illusionstheater. „Ich habe meinen Traum nicht verraten“, sagt er und blickt nach 15 Jahren Theater Mirakulum selbstbewusst in die Zukunft...“, Volkmar Draeger, ND, 26. 5. 2006

15 Jahre Puppentheater Mirakulum. Mit einer Marionettenwerkstatt fing es 1986 an. Thomas Mierau bastelte hier an seinen hölzernen Helden und nutzte das kohlenbeheizte einstige Ladengeschäft für 120 Ost-Mark Miete zum Proben. 50 Stühle passten in den Raum an der Brunnenstraße 35, der am 19. Mai 1991 als Theater Mirakulum zur ersten Premiere lud. 15 Jahre später hat sich Mirakulum zu einem der wichtigsten Puppentheater der Stadt entwickelt. Mierau wurde zum Solisten, der mit heiterer Puppenkunst gegen Großstadtfrust ankämpft und mit seinen Stücken drei Generationen anspricht. Mit Blaubarts Frauen... einer zünftigen Party und vielen Gästen begeht das Theater heute den 15. Geburtstag....“, Berliner Morgenpost, 19.5.2006

Bühne - Der Mann, der immer noch mit Puppen spielt. Thomas Mierau, Puppenspieler mit Leib und Seele, feiert Geburtstag und zwar den 15. seines Theater Mirakulum (Wunderwerk). Sein Repertoire umfasst inzwischen mehr als 17 Stücke in den vielfältigsten Techniken... Märchen, Fabeln und Alltaggeschichten bieten den Zuschauern ab drei Jahren ebenso wie den Erwachsenen beste Unterhaltung... Außerdem veranstaltet Mierau auch Workshops und Führungen im Haus, gibt Privatunterricht. An diesem Wochenende lässt er Blaubarts Frauen zu Wort kommen ...“, Berliner Zeitung, Tagestipps, 20./21. 5. 2006

Jubiläumsfest. Es scheint der Monat der Figurentheatergeburtstage zu sein... Die Hans Wurst Nachfahren werden 20, das Theater Mirakulum wird immerhin 15 Jahre alt. Mit witzigen und intensiven Aufführungen für Große und Kleine hat es seinen festen Platz in der Berliner Spiellandschaft, und wer auch findet, dass das ein Grund zum Feiern ist, der darf sich heute an der Raubritterkomödie Blaubarts Frauen erfreuen. Und vor einer open stage an Wein, Büffet und Überraschungsgästen laben...“ zitty, Tagestipps, 11.5. – 24.5. 2006

"Peters Abenteuer mit dem Wolf, Prokofjews Sinfonie wird bei Mirakulum zum Puppentheaterstück.... der russische Komponist schrieb bereits als Fünfjähriger erste Stücke und brachte 30 Jahre später das sinfonische Werk „Peter und der Wolf“ zu Papier.... Das Theater Mirakulum beschränkt sich nicht nur auf die Musik und den Erzähler. In seiner Inszenierung „Peter und er Wolf – Sinfonie der Puppen“ macht Thomas Mierau die Figuren sichtbar. Im Zusammenspiel von Sprache, Musik und bewegten Bildern erleben Zuschauer, wie sich Ente und Vogel streiten und vertragen. Die Katze will den Vogel jagen, tanzt dann aber lieber einen Blues. Der Wolf schlingt die Ente unzerkaut herunter. Peter fängt schließlich den Wolf und bringt ihn in den Zoo. – Als Farbschemen-Puppenspiel präsentiert Mierau das Theaterstück – eine ungewöhnliche Puppenspiel-Technik, bei der farbige Flachfiguren durchleuchtet und mit einem System von Stäben, Fäden und Federn bewegt werden. Auf diese Weise kann das Publikum sogar die Ente im Bauch des Wolfes sehen. Apropos Entenschicksal: Kinder wollen natürlich wissen, wie es der Ente im Wolfsbauch ergeht. Prokofjew blendet diese Frage aus. Doch das Theater Mirakulum, das im Mai 15. Geburtstag feiert, hat eine Antwort parat! – köm, Berliner Morgenpost, 18.3.2006

"Aus einem Brief: „Sehr geehrter Herr Mierau, am Samstag, den 11.03. waren wir mit unseren Enkeln, 3 und 5 Jahre alt, in der Aufführung von Peter und der Wolf. Uns, und vor allem den Kleinen, hat es sehr gut gefallen. Sehr nett finde ich es, wie erst die Puppen bei umgedrehter Bühne vorgestellt werden, so dass man auf diese Weise die Spieltechnik "durchschaut", ein vorgezogener Verfremdungseffekt. - Erzählen will ich Ihnen aber eine lustige Begebenheit mit dem jüngsten Enkel Enno. Er hat die Angewohnheit, sich bei spannenden, dramatischen Stellen, sei es beim Vorlesen, sei es bei Musikstücken, so auch bei Peter und der Wolf, die Ohren zuzuhalten. Nun saßen wir erwartungsvoll bei Ihnen im Theater, Enno auf meinem Schoß. Als es losgehen sollte, hielt Enno sich die Ohren zu und sagte dann zu mir:" Opa, kannst du mir die Augen zu halten, ich will nicht sehen, wie der Wolf die Ente frisst". Es ging dann aber doch, ohne die Augen zu zuhalten, und irgendwann nahm Enno auch die Hände von den Ohren. Dass dann der Wolf zum Schluss die Ente wieder hervor würgt, hat ihm natürlich gut gefallen. Mit freundlichen Grüßen...“ M. Zschiedrich, Berlin am 13.3.06

"Menschen im Kiez – Thomas Mierau (54) ist gelernter Puppenspieler und führt seit 15 Jahren das Theater Mirakulum in der Brunnenstraße 35. Für Mai ist die Jubiläumsfeier geplant. Thomas Mierau wohnt ein paar Straßen weiter, ist Vater von drei erwachsenen Kindern. – (Abendblatt:) Ihr Lieblingsort im Kiez? – (T.M.) Mein Theater. Hier spielt sich das ganze Leben ab. – (Abendblatt:) Was stört Sie hier? – (T.M.:) Es gibt zu wenig Parkplätze für die Besucher. Aber das Problem betrifft den ganzen Kiez....– (Abendblatt:) Wenn Sie einen Tag lang Regierender Bürgermeister wären, würden Sie... – (T.M.:) ... Berlin als Puppentheater-Hauptstadt feiern. In keiner anderen deutschen Stadt ist die Szene so aktiv wie hier... – (Abendblatt:) Ihr Lieblingsspruch? – (T.M.:) Sich wundern macht offen und neugierig. Und Neugier setzt Kreativität frei.“ Berliner Abendblatt, 1.2.06

"Zauberwelt in Blütenblättern - ... Winzig klein und super zart – so stellt man sich Däumelinchen vor. Leicht wie eine Schwanenfeder soll das Mädchen sein. Dieser Figur aus dem Andersen-Märchen widmet das Theater Mirakulum eine neue Inszenierung, die passender nicht sein könnte. Als filigranes Farbschemen-Puppenspiel präsentiert Theaterchef Thomas Mierau sein Stück mit dem Titel ‚Däumelinchen und er Blütenprinz’. Zauberhaft beginnt die Geschichte mit einer Tulpe, deren hauchdünne Blütenblätter den Blick ins Innere gewähren. Da hockt das Mini-Mädchen mitten in der Blüte und träumt von der großen weiten Welt. In neun Bildfolgen erfahren die Zuschauer von Däumelinchens Abenteuer. Es erscheint die alte Kröte, die sich ein Braut für ihren Sohn erhofft und dem armen Mädchen ein Leben im glitschigen Sumpf zumuten will. Auch der liebestolle Maikäfer und der wohlhabende Maulwurf begehren das hübsche Ding. Keiner begreift dessen Sehnsüchte nach Licht, Vogelgezwitscher und Wärme. Die erfüllen sich erst, als Däumelinchen beim Prinzen im Blütenparadies landet. Poesie sprüht aus jeder dieser Szenen. Mierau lässt den Bildern Zeit, zu wirken. Deren Geheimnis steckt in den Silhouetten, die durch das Zusammenspiel von farbigen Flachfiguren und Licht entstehen...“ köm, Berliner Morgenpost, 5.11.05

"Das Rätsel der farbigen Figuren - ... Der Chef des Theater Mirakulum ließ sich für sein Stück „Das Tierhäuschen – die mutigen Vier“ vom traditionellen osmanischen Karagöztheater inspirieren, das sich bereits im 16. Jahrhundert dieser Spielform bediente. Aus den zwanziger Jahren ist die Tierfabel des russischen Autors Samuel Marschak, die als Vorlage diente. – Helden sind Frosch, Hahn und Maus. Das Quartet schlüpft in einem Häuschen unter. Doch Wolf, Fuchs und Bär wollen die Vier vertreiben . Aber selbst der starke Petz hat in seiner Tollpatschigkeit keine Chance gegen das Team der viel kleineren Tiere. Eine Dusche mit kaltem Wasser – schon tritt der Eindringling der Rückzug an. Solche Szenen setzt Mierau geschickt mit Flachfiguren, die er mit Stäben, Fäden und Federn bewegt, in Szene. Erstaunlich echt: die mit blauer Plastikfolie imitierte Wasser-Dusche. Nach der Vorstellung lockt der Blick hinter die Kulissen. Schließlich will das Publikum zumindest ein paar Rätsel um den Bühnenzauber lüften ....“ köm, Berliner Morgenpost, 2.7.05

"Alles Theater... Eine klassische Alternative: das Theater Mirakulum. Die opulent-liebevolle Puppenbühne in der Brunnenstraße 35 in Mitte ist ein prima Ausflugsziel an verregneten Frühlingstagen. Schon weil Theaterdirektor Thomas Mierau ein vielfältiges Programm austüftelt. Phantasievoll, witzig und bis ins Detail durchkomponiert. Ein wohltuender Kontrast zu den vielen rasch dahingeworfenen Kinderevents mit Würstchen, Bällen oder ramschigen Spielbuden. Von Marionetten-Theater über Stabschemen-Puppenspiele bis zu Handpuppenspielen, von Grimms Märchen über Tierfabeln bis zu aktuellen Geschichten gibt es alles im Mirakulum ...“, Antje Dilk, Berliner Morgenpost, 7.5.05

Gästebuch-Eintragungen: „... und die Gummibärchen waren auch klasse! Es war sehr lustig!“ Lisa, Berlin, 1.4.05 „... Liebes Mirakulum, von ‚Peter und er Wolf’ habe ich eine Kassette und ein Buch dazu. Heute hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Ich komme sehr gern mit meiner Mami und meinem Papa wieder ins Theater“ Sascha, Berlin, ,5.5.05 „.... ich habe viel gelacht, es war sehr schön. Mir hat alles sehr gut gefallen.“ Anna, Berlin 29.4. 05. „Danke für die Magie, Zoe u. Annemarie“, Berlin, 12.4. 05 „... ich war total überrascht, nachdem ich mich - ich wohne nebenan – endlich aufgerafft habe, herzukommen. Hoffentlich hat niemand meinen offenen Mund gesehen. Hier wird man wieder Kind...“ Elke W., Berlin, 12.4.05

"Hinter den Kulissen - Taschenlampen scheinen unverzichtbar für Theaterbesucher zu werden. Nicht nur in der Tribüne... sondern jetzt auch im Puppentheater Mirakulum in Mitte. Dort fiel bei der „Schneewittchen“ - Vorstellung plötzlich das Licht aus... Die Puppenspieler wollten abbrechen. Da sprang ein Zuschauer auf und rief: „Ich habe eine Taschenlampe im Auto!“ Sofort fanden sich weitere Zuschauer mit Taschenlampen im Handschuhfach. Gemeinsam erleuchteten sie die Marionettenbühne. Die Show ging weiter!“, BZ, 11.4. 05

"Dicke Freunde - Abenteuer im Schnapfelland - Hochdramatisch ist, was zwei Klappmaulhandpuppen hier widerfährt. Beide wollen unbedingt ins Schnapfelland, weil dort wundersame Früchte wachsen sollen. Gesagt, getan. Doch nur der Große von den beiden knackt die Früchte. Er ist so stolz darauf, dass er sich selber zum „Schnapfelkönig“ krönt und vom Kleinen verlangt, ihm zu dienen. Dass das nicht lange gut geht, kann man sich denken. Es folgen: ein Königsturz, eine weitere Krönung, eine gefährliche Floßfahrt und ein Happy End. Von und mit Thomas Mierau und vielen phantasievollen Effekten ...“, Zitty, 3.2.05

Dankeschön auf dem AB:„ ... ich finde Ihr Theater wunderschön gelungen, sehr, sehr gut gemacht, kindgerecht! Kompliment! Weiter so! Schön, dass es so ein Puppentheater in Berlin gibt...“ Frau Vogel aus Berlin, 6.8.04.

Gästebuch-Eintragungen: „Super froh hier gewesen zu sein. Ich bin glücklich und fühle mich irgendwie klein...mit der Lust zu bauen, gehe ich schnell nach Hause, mit einem schönen Traum... Wie es weitergeht, das weiß ich noch nicht. Aber mein Lachen ist so stark , denn ich fühle es immer noch von dir.. Nina aus Italien“, Berlin, 5.5.04. „...Danke für die Inspiration!“, Stefanie M., Berlin, 3.4.04

"Fabelhafte tierische Schattenwelten - Zwei Tiergeschichten: Die eine erzählt von einem verrückten Wettlauf – der Igel behauptet, schneller zu sein als der Hase. Mit Hilfe der Igelfrau überlistet er den Hasen. In der anderen Geschichte behauptet der Gockel, Hahn der ganzen Welt zu sein und das sein stolzer Gesang die Sonne wecken kann... morgen- und abendländische Literatur ergänzen sich in einem poesievollen Stabpuppen- Spiel mit Licht, Farb- und Schattenfiguren ... unterhaltsam, witzig und technisch beeindruckend für Kinder und Erwachsene...“, Berliner Zeitung, 28/ 29.2.04

"Kasperles Achse des Bösen - Traditionelle Motive und eine gradlinige Darreichungsform kennzeichnen Thomas Mieraus Handpuppenspiel „Prinzessin Marzipan...“. „Kinder ab 3 Jahren kommunizieren mit den sorgfältig gestalteten Figuren; vor allem der klassische Kasper benötigt die Hilfe des Publikums bei seiner heldenhaften Mission. Es gilt... die entführte Tochter der Königs Schokolade von Zuckerkant zu befreien. Dafür muss das Wachpersonal überlistet werden: die Hexe Wackelzahn und der Räuber Pechdraht als putzig-pittoreskes Duo Infernale...“, Der Tagesspiegel, 16.10.03

"Der arglose König Schokolade... Thomas Mierau hat es nicht schwer, die Zuschauerkinder auf die Seite von König und Prinzessin zu ziehen. Und so stürzt sich das Publikum voller Eifer in das Abenteuer ... Für die Produktion studierte Mierau Literatur der Zwanziger- und Dreißigerjahre – als Kinder als Zielpublikum entdeckt wurden... Die Figuren erweisen sich als unglaublich lebendig...“, Berliner Morgenpost, 16.9.03.

Gästebuch-Eintragung: „Lieber Thomas, Wie der Igel, Frosch und Maus wohn´ auch wir jetzt hier im Haus. Immer neue nette Leute wär´n für böse Tiere fette Beute, doch die lassen wir nicht rein – soll hier immer lustig sein. So schnell wirst du uns nicht los, denn wir finden´s hier famos. – Wir hoffen Dein Spiel gelingt Dir immer – schöne Grüße von Gerit + Corinna.“, Berlin, 20.1.03.

"Puppenbühne voller Wunder - Wunderwerk? Verheißungsvoll klingt der dem Lateinischen entlehnte Theatername ‚Mirakulum’. Ein programmatischer Name... Der Fantasie wolle er Flügel verleihen...Rätsel stecken in den Inszenierungen seines Solotheaters. – Ob Märchenadaption oder Fantasie –Revue ... In ungewöhnlichen Farben und Formen präsentiert Mierau die Figuren, denen glatte und naturalistische Züge fehlen... Ob an Stäben oder Fäden... – die Figuren haben eines gemeinsam: Alle stammen aus Mieraus Werkstatt, die auch Geburtsstätte der Theateradresse ist. – Vor zwölf Jahren eröffnete der Puppenspieler die Spielstätte, deren Domizil ihm seit 1986 bereits als Puppenwerkstatt gedient hatte. Der staatlich ausgebildete Spieler, der eigentlich Bühnenbildner werden wollte, dann als Regisseur, Ausstatter, Puppenspiel-Dozent und Autor jobbte ... In Märchen und Geschichten gehe es um soziale Beziehungen. Die bestünden ja auch mit dem Publikum: Wichtig sei immer das Feedback der Zuschauer... Optimistisch blickt der Macher in die Zukunft, dafür sorgt sicher auch der kürzlich verlängerte Mietvertrag. Das Domizil der ‚Wunderwerk-Bühne’ ist damit für weitere zehn Jahre gesichert...“, Adrienne Kömmler, Berliner Morgenpost, 9.7.03

"Sehr geehrter Herr Mierau, vielleicht erinnern Sie sich, dass wir ein sehr angeregtes Gespräch über das Blaubartmärchen... hatten, als Sie Anfang Dezember ´Der Blaubart` aufführten. Mir haben sowohl die Aufführung als auch das Gespräch großen Spaß gemacht! Ich erzählte Ihnen, dass ich gerade dabei war, eine Arbeit über Poccis ´Blaubart´ und andere Komödien zu verfassen. Ich habe nun endlich eine relativ fertige Fassung, die anbei liegt... als Dankeschön für das schöne Theaterstück! Die Arbeit soll ... in einer literaturwissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht werden...in der Fußnote Nr. 16 wird u.a. Ihr Stück als Beispiel angegeben ....Leider ist die Arbeit auf Englisch, doch zusammengefasst geht es so ungefähr darum: Das Blaubartmärchen ist kulturell extrem wichtig, u.a. da es immer zeitgenössische Vorstellungen von Ehe, Autorität usw. angesprochen hat; häufig enthält das Märchen, da ein Tyrann darin gestürzt wird, emanzipatorische Züge, es kann aber auch gebraucht werden, um autoritäre Werte zu lehren. Ob die Erzählung tragisch oder komisch ist, ist entscheidend für die Deutung dieser Themen. Die bekanntesten deutschsprachigen Blaubartversionen haben eher tragische, autoritäre Züge; doch existiert auch im Deutschen eine fast vergessene, komische Blaubarttradition – mich hatte interessiert, weshalb eben diese komische Tradition vergessen wurde und ob eine Lektüre einiger der Texte unsere Vorstellung vom Blaubartmärchen insbesondere und vom Märchen im allgemeinen ändert.... Doch zeigt eine genaue Lektüre, dass Kasperl auch hier als subversive Figur verstanden werden kann, die die von Blaubart vertretene Ordnung in Frage stellt und durchbricht...Ist es Ihnen recht, dass ich Ihre Aufführung erwähnt habe? Ich fand sie ein so schönes Beispiel... und sollten Sie weitere Anregungen zum Thema haben, freue ich mich sehr darüber! Ich wünsche Ihnen ein gutes und kreatives neues Jahr, vielleicht sehen wir uns im Theater wieder. Mit freund1ichen Grüßen....“ Aus einem Brief von Dr. Mererid Puw Davies zu ihrer wissenschaftlichen Arbeit am University College London, 2.6.2002

"An der Brunnenstraße lässt er die Puppen tanzen... - Mitte. Sieben Zwerge, Schneewittchen, Jäger und Kasper – alle gleichzeitig gespielt von zwei Händen. - Wenn die sieben Zwerge dem arglos angegriffenen Schneewittchen zu Hilfe eilen, um ihm den giftigen Kamm aus dem Haar zu ziehen, wackelt die ganze Bühne. ‚Nein, nein, das ist deine Mutter’, warnen die Kinder später aufgebracht, als Königin Goldenschön den vergifteten Apfel bringt, und Schneewittchen überlegt, ob es abbeißen soll... Puppenspieler Thomas Mierau feierte unlängst seinen 50. Geburtstag, zeitgleich mit seinem 29-jährigen Berufsjubiläum. Auch das zehnjährige Bestehen der Puppenbühne Mirakulum in der Brunnenstraße fällt in dieses Jahr. – So fing alles an. Nach seinem Studium mit Berufsabschluss als Puppenspieler in Wittenberg zog der gebürtige Bernburger zunächst über das Land: Er zeigte seine Stücke von Brandenburg bis zur Ostsee... 1991 ließ sich der damals 40-Jährige mit seinem Handpuppentheater in der Brunnenstraße nieder... ‚Vor der Wende war hier Ende der Welt, plötzlich war hier die Mitte’, wie er rückblickend feststellt. Alle Stücke, das gesamte Repertoire von Rumpelstilzchen bis Ritter Blaubart, entwickelt der Schauspieler für seine Ein-Mann-Schau selbst, neben dem laufenden Programm...“, whe, Berliner Wochenblatt, 14.11.01

Der regierende Bürgermeister von Berlin: „Sehr geehrter Herr Mierau, für Ihr Schreiben vom 3. 0ktober dieses Jahres danke ich Ihnen und darf Ihnen versichern, dass ich Ihre über zehn Jahre währendes Engagement im Bereich des Puppen- und Figurentheaters mit Interesse und Sympathie verfolgt habe. Ich hoffe für Sie und Ihr Theater, dass die zuständige Fachjury im Falle Ihres für das Jahr 2002 gestellten Förderantrages ein positives Votum aussprechen wird... Ihrer freundlichen Einladung, einer Aufführung in Ihrem Haus beizuwohnen, werde ich wegen der momentanen Termindichte leider nicht nachkommen können, wofür ich um Verständnis bitte. Ich wünsche Ihnen für den Erhalt und die Weiterentwicklung Ihres Theaters nochmals viel Erfolg und verbleibe mit freundlichen Grüßen...“ – Klaus Wowereit, Berlin, 5. November. 2001

Gästebuch-Eintragungen:„ Lieber Thomas, es tut mir leid, dass ich nicht perfekt Deutsch kenne. Aber trotzdem werde ich mich äußern. Das ist einmalig was du da machst, und ich weiß, dass du daran glaubst, Deine Fans auch... Weitermachen und nie aufhören. Ich wünsche dir Erfolg und viel Glück“. Mohamed E.“, Berlin, 1.1.01. „Lieber Thomas! Auf die Perspektive kommt es an... Dein Optimismus hat dich und dein Theater schon so lange aufrecht erhalten – ich wünsche dir noch viele weitere Jahre mit Glück und Erfolg...“, Birke D., Berlin, d. 1.11.01. „Lieber Thomas! Nun bist du...Deinen Weg gegangen... zu dem uns 2 Sprüche in die Hände fielen. Zum einen von Lichtenberg: ‚Man muss die Arbeit so einrichten, dass sie den Menschen beglückt. Die heutigen Menschen glauben, dass man die Arbeit so einrichten müsste, dass sie möglichst viel Ertrag abwerfe.’ – Wir glauben Du hast in Deiner Arbeit Dein Glück gefunden und schaust dabei weniger nach dem Geld. – Zum Anderen von Gerhard Hauptmann: ‚Sobald einer in seiner Sache Meister geworden ist, sollte er in einer neuen Sache Schüler werden.’ – Wir denken auch das trifft auf Deine zurückliegenden Lebensjahre zu. ... weiterhin Freude und Ideen...“, Mathias u. G.,1.11 01 , „Lieber Thomas! Alle Kraft, die in Dir ist, möge Dich stärken, damit Dir immer warm ist, Deine Zuversicht nicht erlahmt und der Weg Deines Puppentheaters stets mit Glück gezeichnet ist. Dein Weg sei gut und jederzeit wunderbar für uns alle....“, Matthias H., Berlin, 1.11.01

"Gesehen. Tierisch gut. Hase und Hahn im Theater Miraculum. - Von S. Heidemann – Arroganz: Der Hase hält den Igel für keinen Wettlaufkonkurrenten, ‚Hahn Weltherr’... sich selbst für den täglichen Sonnen-Erwecker... Meister Lampe, hier Herr Kasomir geheißen, steckt mit dem ‚Ich bin all hier!’ die Schlappe seines Lebens ein... Und wie geschwind wetzt der Hase! Das hat Mierau ... toll gelöst.: Die Landschaft, in Scherenschnitt-Manier gefertigt mit all den Bäumen und Rüben, fliegt vorbei. Schatten-Puppenspiel nennt sich die Technik dieser pointierten Aufführung. Im Falle der Hahn-Story sind es Farbschemen. Nahezu jedes Mal fällt Mierau... etwas anderes hinsichtlich der Spieltechnologie ein. – Nicht weniger als ein Dreivierteljahr Vorbereitung war diesmal notwendig. Schließlich ist Mierau alles in einem.: Regisseur, Spieler, eigener Textautor ... – Voller erfolgreicher Einsatz! Gratulation zum Jubiläum. Und weiter so...“, Neues Deutschland, 27.10.2000

"Blühende Gärten. Zwei Tierfabeln im Theater Miraculum - Wie eine Geschichte ausgeht, ist immer wichtig. Besonders aber, wenn sie für Kinder erzählt wird. Der arrogante Hase fällt im Theater Miraculum nach dem Wettlauf mit dem schlauen Igel nicht tot um, sondern sagt nur: ‚Ich krieg ´ne Krise’, und plumpst erschöpft aus dem Bild. Ein versöhnliches, konstruktives Ende für große und kleine Zuschauer... Dem Hasen aus der ursprünglich plattdeutschen Fabel verpasst Mierau munter-militärischen Eifer, und der kleine krumme Igel ist für Wettläufe erst nach dem Mittagessen zu haben. Auch in der Bearbeitung der zweiten Fabel vom Hahn Weltherr zeigt sich des Theatermachers respektlose Haltung gegenüber Autoritäten. Seine Herrlichkeit der Hahn lässt jeden Morgen mit seinem Krähen die Sonne aufgehen, aber als der Held Halsschmerzen bekommt, geht die Welt auch nicht unter. Mierau präsentiert mit den beiden Geschichten zwei Techniken aus verschiedenen Kulturkreisen. Einmal das mit Konturen und Kontrasten arbeitende Schattenspiel, in seiner schwarzweißen Strenge vor 150 Jahren in Frankreich erfunden von Monsieur Silhouette, und zum anderen das Farbschemenspiel, das heute nur noch in der Türkei lebendig ist. Mierau eignet sich das Genre in rot-orange leuchtenden Bildern an, setzt kleine dicke Hühner hinein, und entlockt den – durch Computeranimationen verwöhnten – Kids mit der idyllischen Imagination eines blühenden Gartens am Ende sogar ein bewunderndes ‚Cool!’. Was will man mehr...“, Regine Bruckmann, Zitty, 2.- 5. 11.2000

Aus einem Brief: „Lieber Thomas... ich habe noch mal nachgedacht und finde, dass Du uns mit Deinen ‚Drei Schweinchen – Zilli, Billi und Willi’ echt Mut machst und sie uns zeigen lässt, wie´s auch gehen kann: Erst spielen Zilli, Billi und Willi vergnügt und freuen sich ihres Lebens, erfahren und erspielen sich selbst und die Welt in der liebevollen Nähe ihrer Mama, welche sie nicht verwöhnt, sondern sie einbezieht in das Alltagsleben und dessen Bewältigung. Dann gehen sie zur Schule, wo sie von einem gemütlichen Schweinelehrer vermittelt bekommen, was für sie gut ist, und wo sie sich in acht nehmen mögen. Und auf dem Heimweg schließlich, auf sich selbst gestellt, zeigst Du uns, wie die drei Schweinchen mit Lebensherausforderungen und –Realitäten klar kommen: Sie lassen sich was einfallen, fliehen oder halten stand, verlieren den Mut nicht und nehmen das Heft selbst in die Hand. Der Wolf, der sie fressen will... bleibt im Kamin stecken, hahaha! – Die Schweinchen haben die Probe bestanden, haben verschiedene Handlungsweisen ausprobiert, nicht aufgegeben und erfahren, dass sie in der Lage sind, sich selbst zu schützen und sich nicht unterkriegen zu lassen von Rolf, dem Wolf...Wir spielen, lernen, leben mit den drei Schweinchen mit, bestehen mit ihnen zusammen fürchterliche Abenteuer und freuen uns, dass sie mutig, ängstlich und listig und ausdauernd alltäglichen Gefährdungen standhalten, sich daran entwickeln und Kraft und Kreativität für das Leben entfalten... Und so richten sie sich in ihrem Haus gut ein und ein ordentlich rauschendes Schweinfest aus. – Danke für Deine wunderbare, kunstvolle, warme und ermutigende Inszenierung...“ Antonia B., Berlin, 20.07.2000

"Zilli, Billi und Willi - Die drei Schweinchen - Zuerst mal sind die drei kleinen Schweinchen eine Augenweide: kugelrund, quietsch-rosa, gelb geringelt, blau kariert und rot gepunktet. Dann fangen sie an, munter drauf los zu plappern, du siehe da, sie berlinern mit leicht sächsischer Färbung und verfügen über ein erstaunliches Repertoire an regionalem und überregionalen Ringel-Rosen-Reime, wie ‚Guten Tag, Frau Hopsassa, wie geht´s den Herrn Trallalla? Danke schön, ach danke schön, ick wird mich gleich erkudijen jehn. Grunz grunz, quiek quiek.’ Klar, dass die pfiffigen Schweinchen den bösen Wolf Rolf überlisten, der sie verspeisen will mit Dillsoße und Butter... Thomas Mierau sitzt als Spieler, Geräuschemacher und Erzähler ganz allein in einem Puppentheater und sein Ein-Mann-Budenzauber hat genau das, was Kinder brauchen: Witz und Spannung...“, Bru, Zitty, 24.–28.3.2000

"Entenjagd mit Mop und Bürste. 'Peppi' im Theater Mirakulum - Theater für die ganz kleinen Zuschauer ist ein gar nicht so leichtes Unterfangen. Mit dem Stück ‚Peppi, das Entchen’ spricht Thomas Mierau vom Theater Mirakulum vor allem Zuschauer von drei und vier Jahren an, bietet ihnen einen behutsamen Einstieg in die Bühnenwelt. Sein Puppenspiel nach einem russischen Märchen lebt von einer spannungsgeladenen Handlung. – So sucht Mierau zunächst gemeinsam mit seinem Publikum den Hauptdarsteller der Geschichte. Peppi, das freche orangenfarben-gefiederte Enten-Kind, hat sich versteckt.. Ah, da steht ein Koffer! Gartenschlauch, Brille, Stoff-Fetzen, Mop oder auch Bürsten – ein Haufen Kram findet sich darin. Und zum Glück: auch das Entlein fehlt nicht. Nun erfahren die Besucher, nicht nur die Verfolgungsgeschichte der Titelfigur, die vom bösen Fuchs gefangen, dann aber mit Hilfe des beherzten Igels und des ängstlichen Hasen befreit wird, sondern ganz nebenbei gibt Thomas Mierau der Phantasie einen Schubs. Denn den Kofferinhalt erkennen die Kinder in den Figuren wieder. Das Häschen ist nichts anderes als ein bebrillter Mop, Schrubber und Schuhspanner sind zum Stacheltier geworden. Na, wenn das nicht zum Spielen anregt! Bereits während des Stückes bezieht der Puppenspieler seine Zuschauer als Enten-Aufpasser, Fuchsverjager, Sänger und Musiker mit ein...“, A. Kömmler, Berliner Morgenpost, 29.4.99

Gästebuch-Eintragungen: „Lieber Thomas, Ich bin schon ein großes Kind, aber trotzdem. - Ich bin auch schon mal hier gewesen, aber trotzdem. – Eigentlich kenn ich schon alle Märchen und den Kasperl kann ich eigentlich gar nicht leiden, aber trotzdem. Ich bin heute Abend auf angenehmste und lustigste Weise unterhalten worden, und deshalb – verlass Dich darauf, dass ich wieder komme!“, Carola B.., Berlin 22.3.99. „Danke für einen ungewöhnlichen, sehr schönen Abend...“, Sabine W. u. Klaus G., Berlin, 1.2.99. „Daaaanke für den ‚märchenhaften’ Puppenabend. Karin, Reiner, Anita, Rolf, Angela, Sabine, Kristin.“, 1.2.99

"Alte Varieté-Theatertradition - Es hüpft und flattert, es singt und schwingt: Was für ulkige Objekte Thomas Mierau an Fäden, Drähten oder Stöcken bewegt! Graziös erscheint eine mit flottem Hut dekorierte Glühbirne, die – das erwartet man nun wirklich nicht! – lauthals jodelt. Ein Kegel, der wie ein verrückter springt und kreiselt, entpuppt sich als Betrunkener. Eine Figur in Knickerbockern bemüht sich auf einer Rolle stehend um Balance. Theaterdirektor Mr. Mirakulus alias Mierau zeigt Ausschnitte aus seinem neuen Programm „Jahrmarkt der Marionetten“, das er sowohl für Kinder ab sechs Jahren als auch für Erwachsene (unter dem Titel:“ Die Kunst zu fliegen“) anbietet. Es entstand ein kurzweiliges Stück, das sich nach alter Varieté-Tradition aus selbständigen, abgeschlossenen Szenen zusammensetzt... Besucher können die originellen Figuren nach der Aufführung betrachten und sich Spieltechniken erklären lassen...“, Kömmler, Berliner Morgenpost, 28.2.98.

"Gesehen. Grimm(ige)s Märchen. - Von S. Heidemann – Sieben auf einer Hand. Das sind die sieben Zwerge – sieben Köpfe und Körper auf einer Handpuppe. Und sie sind damit eine Gestalt in „Schneewittchen – Spieglein an der Wand“ nach dem Grimmschen Märchen mit Multitalent Thomas Mierau in seinem Theater Mirakulum. Er schuf die Puppen, das waldreiche Bühnenbild, ist Autor und Spieler. Elf Rollen hat er zu sprechen, männliche wie weibliche, und er findet den eigenen Ton dafür. Als zwölfte kommt noch die Stimme des silberglänzenden Spiegels hinzu, der immer wieder unbeeinflussbar Kunde gibt, wer die Schönste im ganzen Land sei. Und so macht sich die neidische Zweitschönste, Königin Goldenschön, dreimal auf, um arglistig die eigene schöne Tochter ins Jenseits zu befördern ... Aber da gibt es ja die hilfreichen Sieben und den mitfühlenden Förster, einen liebenden Prinzen (hier ein britischer Gentleman) und Kasper. Er ist Drahtzieher für Positives. – So wird dem Puppenspiel ... im Mirakulum gegeben, was des Puppenspiels ist: Poesie, Spielfreude und ein Lehrstück in Sachen böser, schwer nur zu vereitelnder Verführung...“, ND, 22.3.97

Aus einem Brief:„Lieber Thomas Mierau, Am Freitag Abend waren wir zu Gast in ‚Blaubarts Reise’. Da mich der Besuch sehr beschäftigt, möchte ich Dir meine Gedanken dazu aufschreiben...was ich sehr gut fand: - Du hast meine größte Bewunderung und meinen Respekt vor Deinem Ein-Mann-Unternehmen. – die herzliche und persönliche Atmosphäre, - Alle Puppen fand ich herrlich! – deine tolle Klang-Geräusch-Kulisse... Ich wünsche Dir viel Kraft, weiterzumachen, es wäre schade, wenn Deine guten Ideen und Inspirationen nicht zum erhofften Erfolg führen ..“, Gabi S., Berlin, 3.2.97. Gästebuch-Eintagung: „Heute haben wir hier eine ganz großartige Aufführung Puppenspiel für Erwachsene gesehen: ‚Blaubarts letzte Reise“. Blumen und herzliche Dank für den Puppenspieler Thomas Mierau. Es war hoffentlich nicht unsere letzte Reise in die Welt des Puppenspiels und zum Theater Mirakulum. Weiter so...“ Silke H. + Michael F., Berlin, 26.2.97 „Für mich ein tolles Erlebnis! Im wahrsten Sinne des Wortes ‚Die Kunst zu fliegen’...“, Karin R., Berlin, 30.1.97.

"Gesehen. Mechanik-Poesie. - Von Lucie Walter – Die Primaballerina, ihr Unterleib ist eine umgestülpte Blumenvase, kann sogar Spagat oder nur auf einem dünnen Bein tanzen. Toll auch der Tanz der Küken nach einschlägiger Musik aus Mussorgskis ‚Bilder einer Ausstellung’, die mehrfach herangezogen wird. ‚Salon obscure’ nennt Thomas Mierau sein Puppentanz-Solo-Programm im Theater Mirakulum. Die mehr als 20 Marionetten hat er selbst gefertigt, meist aus Gebrauchsgegenständen, die uns umgeben. Der Staubsauger-Schlauch, der Eier legt, hat schließlich Kinder mit Pfeifenköpfen. – Bis zu 14 Fäden hat Mierau bei seinen Marionetten zu bedienen. Viel Fingerfertigkeit erkennt man und noch mehr Phantasie. Alles knüpft sowohl an alte Jahrmarkts- und Varieté-Traditionen an als auch an Oskar Schlemmers Bauhaus-Kabarett-Ästhetik... Die Pointen purzeln, nicht in jedem Falle durch die überraschende Puppenbewegung, vielfach auch durch das gesprochene Wort (‚Ritterballade’) oder die in allen Fällen geschickt eingesetzte, zum Teil selbstproduzierte Musik. Spruchweisheiten werden bei den Szenen-Überschriften zitiert. Goethe hat für den Epilog gesorgt. Das Stück ist sehens- und hörenswert...“, ND, 8.1.97.

"Gesehen. Zittern und Zither. - Die romantisch gesinnte Berta will entführt werden. Da kommt ihr Blaubart gerade recht. Aber durch ihn sterben, schon am ersten Tag? Bloß, weil sie ein bisschen neugierig war... Es geht gut aus, das Puppenspiel ‚Blaubarts Geheimnis oder die letzte Rose’ im Theater Mirakulum in der Brunnenstraße, frei nach dem Perraultschen Märchen. Puppenspieler Thomas Mierau bewerkstelligt als Alleininszenator alle sieben Rollen. Wie nebenbei wickelt er auch noch alle anderen nötigen Dinge und Umbauarbeiten. So kann Blaubarts Mutter noch ihre Befehle geben, wenn sie nur ihre Hand und ihre Augen bewegt. – Auch die Ausstattung – Burg und manche Jagd-Assoziation – stammt von ihm. Muß er umbauen, überbrückt er mit Kulissen-Gebrabbel, einem Jägerchor, Horn-Imitation... Anfangs wortspielreiches Plaudern um die Farbe Blau, womit man dem Publikum gleichsam um den Bart geht. Das hat Niveau, das hat Witz, und der gute alte Kasper ist auch dabei, der alles verdreht, aber hier ein guter ist – als Ritter Blaubarts Diener...“, Siegfried Heidemann, ND, 12.4.96

Die Fliege und der Sonnentau. - Workshop Puppenspiel mit der Esperanto-Jugend Brandenburg... so angekündigt im Programm des Mirakulum fand am ersten Novemberwochenende in Berlin unser Puppenspielseminar für Interessierte statt. – Wir konnten unter fachkundigen Anleitung ... ausprobieren, was man so alles mit den Händen darstellen kann. Angefangen mit einzelnen kleinen Fingerübungen über die abstrakte Darstellung bestimmter Vorgänge – wie das Wachstum einer Pflanze, Vulkanausbrüche, Tierverhalten, Uhrwerk, Maschinen – bis hin zum Szenenspiel mit Worten durfte und sollte einzeln und in Gruppen Verschiedenes ausprobiert werden. – Zum Beispiel: Wie begegnen sich zwei Hunde auf der Straße? Wie könnte das Verhältnis zwischen Fliege und Sonnentau sein? Oder: Wie stellt man mit nur einer Hand ein Tier so dar, dass die anderen es auch eindeutig erkennen? (Fortgeschrittene sollten das vielleicht mal am Beispiel Pinguin versuchen.) Gefragt waren einfach Ideen, Vorstellungskraft, Lust am Spiel und auch eine Portion Mut, einfach etwas zu versuchen. – natürlich ist der Tag nicht lang genug, um alles bis ins Letzte zu durchdenken, zu diskutieren und zu vertiefen. Das ganze Seminar war ja auch erst mal gedacht als Anstoß und Wegweiser, welche Möglichkeiten der Darstellung es überhaupt gibt. – Dass wir auch noch später davon geschwärmt haben – das zeigt ja, dass wir alle wirklich mit vollem Herzen und Spaß an der Sache dabei waren. Ganz nebenbei war das Ganze übrigens eine Ideenfundgrube für unseren Zamenhofabend, denn sicher machen solche kleinen Phantasiespielchen auch dem Esperantonachwuchs Spaß.“ Birke Dockhorn, GEJ – GAZETO, deutsche Esperantojugend, 1/1994

Gästebuch-Eintragungen: „Eín tolles Stück (Blaubart), ganz toll gespielt, Glückwunsch, ich kann dich nur beneiden! Und trotz der alten Story mit spritzigen Einfällen und Bemerkungen ‚auf den heutigen Stand gebracht’! Ich war ganz beeindruckt und habe die Puppenspielerkunst für mich entdeckt...“, Felix W., Berlin, 7.4. 95. „Kinde, Miraculum ist fertig! – Und sie kamen in Scharen...“, Harry, Berlin, 24.6.94. „Der beste Ort der Welt! Wenn Gott ihn nicht erfinden wird... vielleicht die Menschen... oder ich....., Lucy K, 24.6.94. „Der Zufall führte uns ins ‚Mirakulum’ und „Die Kinkerlitzchen“ machten uns viel Spaß und werden uns im Kopf sicher noch lange beschäftigen. Die Feste vergehen, aber der Narr bleibt! Bis zum nächsten mal!“ Elisabeth H., Peter V., Verena K., 23.1.94. „...klitzekleine Kinkerlitzchen mirakulos vorgetragen ... Und doch auch eine Kindheitserinnerung, nicht alles begriffen, vieles geahnt. Es lebe die Phantasie!! Constanze D., Berlin, 14.11.93.

"Frau Elster und Herr Fuchs gratulierten. Große Puppenspieler-Geburtstagsparty im kleinen Theater ‚Mirakulum’ für Bühnenchef Thomas Mierau. – Das kleine Theater ‚Zeichen Mirakulum’ in der Brunnenstraße feierte am Montag ein Fest. Thomas Mierau, Puppenspieler, Puppenbauer, Regisseur, Choreograph und Chef in einer Person, hatte Geburtstag und 20jähriges Bühnenjubiläum. Da tummelten sich die Kleinkunst Berlins und von außerhalb. – Ein besonderer Star war Heinz Fülfe. Großgewordenen DDR-Kindern bekannt als Mann, der 35 Jahre lang den Figuren des Kinderfernsehens die Stimme lieh (Tadeus Punkt). Frau Elster, Herr Fuchs und Hund Struppi waren die Gesellen verflossener Kindertage. Zum Geburtstag durfte auf den Armen des nunmehr weit über die 70 Jahre alten Schauspielers der auch etwas grau gewordene Hund Struppi gratulieren... Nasses Minzojau, aus Odessa stammend, und des öfteren im ‚Mirakulum’ – Theater zu sehen, bot clowneske Pantomime. Seine Qual mit den so unterschiedlich gebauten, imaginären Damen ernte Lachstürme. Zauberer Gerard, der Magier zwischen Spanien, USA und Berlin-Wedding, ein weißhaariger Herr um die 70, verwandelte Zehn-Mark-Scheine in bolivianische Huckelkäfer. Der Puppenspieler Peter Waschinsky bot eine seiner Glanznummern, reduziert auf Mann, Wortgewalt und die eigenen Hände... Andere Freunde, Schüler und Kollegen brachten dem Prinzipal Ehrerbietung und Geschenke zum Geburtstag. Zum Beispiel erhielt er eine Prager Prinzessin, die sich zierlich an ihren Fäden zu bewegen wusste, eine aufblasbare Gummitorte und eine fein säuberlich verpackte Flasche, die sich auch bewegen konnte. Animation total. – Die Prinzessin des Abends aber blieb unbestritten Anne Hoffmann, die Bauchtänzerin, aus Berlin-Neukölln. Von magischer Schönheit, wie aus der Märchenwelt des Orients entstiegen, tanzte sie unter dem weißen Schleier... – Mieraus Erfolgrezept in seinem Theater liegt nicht nur darin, dass er rund um die Uhr in seinem Theater zu arbeiten scheint. Er setzt auf eine kluge Art auf die Vielfalt, die bunte Mischung.“ Hanna Fritz, Berliner Zeitung, Berlin, 3.11.93

"Theater und Schule - Die Freunde Puppenspiels – Kinder und Erwachsene – sollen von einem relativ verborgenen Kleinod im Dschungel der Berliner Off-Theaterszene erfahren... gespielt wird vormittags für Schul- und Kindergartenkinder, abends für Erwachsene und am Sonntagnachmittag für Familien... Das ‚Mirakulum’ ist sowohl Gastspielort für reisende Puppenspieler aller Arten wie auch Lehrstätte begeisterter Dilettanten, die hier im Rahmen der Volkshochschule Berlin Mitte Kurse für verschiedene Techniken des Handpuppenspiels besuchen können – ein für Pädagogen vielleicht interessantes Angebot, ihr Methoden-Repertoire zu erweitern. – Des Maestro eigen Produktion – sein Varieté ‚Kinkerlitzchen’, abends gespielt, vermittelt auf bestem artistischen Niveau die Kunst, mit Händen, Fäden und Musik profanem Material der Großstadt-Warenwelt auf der Guckkastenbühne Poesie zu verleihen – die wundersame Poesie der Puppenspielertradition zwischen Magie und Gosse, zwischen sinnreichem Unfug und unbefugtem, frechen Blick des Kleinen auf das große, reale Welttheater.“; Antje M. Ansorge, lehrerInnenzeitung, 1.1.93

"Marionetten sind keine Kinkerlitzchen. Thomas Mierau begeistert das Publikum mit seinem Puppenspiel im ‚Mirakulum’ – Enttäuschungen bleiben dem Theaterbesucher oft nicht erspart, wenn er eine Entdeckungsreise durch den Berliner Off-Theater-Dschungel wagt. Und doch werden seine Strapazen manchmal belohnt, wenn er ein Kleinod der Theaterszene aufstöbert. Solch ein kleine Kostbarkeit ist das... Theater ‚Mirakulum’... Zu Beginn der neuen Spielzeit hat sich Theatermacher Thomas Mierau nun etwas ganz Erlesenes einfallen lassen: Das Varieté „Kinkerlitzchen“ für Erwachsene. Die winzige Guckkastenbühne entpuppt sich als eine voller Magie steckende Wundertüte. Hexenmeister Mierau zaubert Gestalten auf die Bühnenbretter, die durch ihre Wunderlichkeit und Skurrilität das Publikum in Bann halten: vor den Augen der Zuschauer entsteht ein Kaleidoskop der Phantasie. Verwandlungskünstler Mierau nimmt Dinge aus dem Alltag oder seltsame Objekte vom Schrottplatz, um Figuren zu kreieren, die eine Faszination ausstrahlen, der man sich nur sehr mühsam entziehen kann. – Für jede Nummer seiner Revue-Show hat sich Mierau als Motto einen geistreichen deutschen Spruch aus dem 19. Jahrhundert ausgesucht. Und auch mit der versteckten Kritik des Puppenkünstlers an den oft bei jedem selbst kaum wahrnehmbaren kleinen Schwächen oder an seiner ironischen Betrachtung über den Einheitstaumel und die Soldatenexistenz kann der Intellekt auf seine Kosten kommen. Mit dem gängigen Vorurteil, daß Puppenspiel keine eigene Kunstform sei und außerdem ‚nur’ für Kinder, hat Thomas Mierau jedenfalls kräftig aufgeräumt...“ Tilman Billing, Berliner Zeitung, 24.9.92

"Abenteuer im Schnapfelland – (...) Das Stück wurde von Thomas Mierau nach Motiven einer Geschichte von Martin Morgner geschrieben und gespielt. Die Story ist rasch erzählt der Große und der Kleine, Handpuppen in Jeans und mit Zottelköpfen, werden aus dem Rucksack gelassen und im Schnapfelland ausgesetzt. Der Puppenvater ermahnt sie: ´Vertragt euch!´, aber das läuft nicht, denn im Schnapfelland wachsen Schnapfeln. Die schmecken herrlich, sind aber schwer zu knacken. Der Große schafft es, der Kleine nicht. So ernennt sich der Große zum King über den Kleinen, probt machtausübenden König, versucht es mit Kälte, Gemeinheit, Dummheit, schafft es aber doch nicht, zum perfekten Miststück zu werden, weil er im Grunde seines Herzens ein guter Kerl ist. (...) die Zuschauerkinder müssen sich einmischen. (...) Am Ende sitzen die beiden in einem Boot. Ein heftiger Sturm lehrt sie: Gemeinsamkeit macht stark. Eine einfache Parabel, die deshalb nicht banal ist, weil die Kinder immer wieder Haltung beziehen müssen, strafen, loben, Solidarität mit einem so ungebrochenen Gerechtigkeitssinn zeigen, dass es mich fast vom Stuhl gehauen hätte. Die schlimmste Strafe, die vorgeschlagen wurde, spontan und unüberhörbar: ´Fernsehverbot!´ Wahrlich das Schlimmste." - Janette Fischer, Eulenspiegel, Nr. 40/ 89